Pressemitteilung des BVEA
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Bundesverband Evangelischer Arbeitnehmerorganisationen e.V.
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Aufruf zum 01. Mai 2006 - "Deine Würde ist unser Maß"

Die Würde des Menschen zu schützen ist ein ureigenes Anliegen aller Christen und Arbeitnehmervertreter und steht in unserem Grundgesetz. Zu der Würde des Menschen gehört unabdingbar, dass er seinen Lebensunterhalt durch Arbeit sichern kann oder von der solidarischen Gesellschaft ein Leben in Würde garantiert wird.

Die Veränderungen in der Arbeitswelt haben mittlerweile alle Beschäftigten erreicht. Mit dem Ergebnis, dass Millionen von Menschen eine Beschäftigung suchen, dass Millionen von Menschen in Niedriglohnsektoren von ihrer Arbeit kaum menschenwürdig leben können und dass tausende junger Menschen einen Ausbildungsplatz suchen.

Eine Politik, die dem Gemeinwohl verpflichtet ist, darf diese Entwicklung nicht hinnehmen. Weder der europäische Einigungsprozess noch die Globalisierung sind Sachzwänge, die nicht gestaltet werden könnten.

In einer sozialstaatlich verfassten Demokratie ist soziale Gerechtigkeit die Grundvoraussetzung für ein Leben in Würde. Ohne die Würde des einzelnen Menschen gibt es keine freie Gesellschaft. Bildung, soziale Sicherheit, Kündigungsschutz, Mitbestimmung und Tarifautonomie sind die unumstößlichen Grundpfeiler in der Arbeitswelt, damit der Einzelne wirtschaftlichen Zwängen nicht schutzlos ausgeliefert ist. Sie gehören zu einer gelebten sozialen Demokratie.

Die Bibel verleiht den Menschen als Ebenbild Gottes eine besondere Würde. Sie orientiert sich zuerst an den Bedürfnissen der arbeitenden Menschen und nicht an den Renditenerwartungen des Kapitals.

Dafür treten wir ein! Wir rufen auf, sich an den vom DGB organisierten 01.Mai-Demostrationen zu beteiligen.

gez. Brunhild Bald, Bundesvorsitzende des BVEA

Matthias Gehlhar, Bundesgeschäftsführer