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22.08.2005

 

EAN Baden

Evangelische Arbeitnehmerschaft im Bereich der Evangelischen Landeskirche in Baden

Informationsbrief Evangelische Arbeitnehmerschaft Baden e.V. - Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt Nr. 3/2004 - Monat November 2004  

Info-Logo der EAN BadenTagung EAN-Senioren 01.11.- 04.11.2004 Bad Herrenalb, Haus der Kirche

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Tagung EAN-Senioren 01.11.- 04.11.2004 Bad Herrenalb, Haus der Kirche

Unter dem Thema "Was bin ich als Mensch wert" trafen sich 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Haus der Kirche. Was bin ich als Mensch wert? Dieser Frage gingen wir nach und Schwester Ilse Wolfsdorff, Dr. Uwe Ortmann und Dr. Urte Bejick versuchten uns dabei zu helfen.
Unser Materialwert ist gleich null - wie sieht es aber mit unserem ethischen Wert aus? Was bin ich mir selber wert? Was bin ich der Gesellschaft wert, wenn ich alt bin und nicht mehr im Arbeitsprozess stehe? Welchen Wert hat die Patientenverfügung und die Vorsorgevollmacht?

Fragen über Fragen, die alle nicht gelöst werden konnten, sondern jeder muss für sich selbst entscheiden, wie er mit seinem Leben umgehen möchte, was er will, wenn er nicht mehr für sich selbst sorgen kann.
Dr. Ortmann zeigte uns in erschreckender Weise auf, wie der Wert des Menschen in der Medizin berechnet wird - nach welchem Punktsystem gearbeitet wird. Er sagte uns in seiner offenen und auch sehr direkten Art, dass wir mündige Patienten sein müssen, dass wir das Recht haben auf jede Behandlung - gerade in unserem Alter - und wir uns nicht drohen lassen dürfen von den Parolen, die im Augenblick im Umlauf sind - alte Menschen brauchen keine Hüftgelenk oder Knieoperationen mehr, Intensivbehandlung sei zu teuer usw..

Anhand von einer Statistik zeigte er aus auf, je länger wir leben, umso billiger ist das für die Krankenkassen und nicht umgekehrt. Er machte uns Mut zum selbstbestimmten Handeln, zum Gespräch mit den Ärzten und warnte uns vor zu viel Vertrauen - so nach dem Motto " der Doktor wird schon wissen, was er tut". Gleichzeitig zeigte er aber auch auf, dass die Patientenverfügung ein zweischneidiges Schwert ist und ein Arzt sich nicht danach richten muss. In erster Linie steht für den Arzt das Leben zu erhalten - ob eine Apparatemedizin dann sinnvoll ist oder nicht, dass sei erst mal dahingestellt.

Frau Dr. Bejick informierte uns dann umfassend über die Patientenverfügung und über die Vorsorgevollmacht. Für uns alle, war es doch erschreckend zu erfahren, wie wenig eine Patientenverfügung gültig ist, wenn diese nicht mit eigenen Worten erstellt wurde, die Leitfäden, die von vielen Institutionen dazu gereicht werden, sind nur eine Hilfe. Am Besten erstellt man diese Patientenverfügung zusammen mit seinem Hausarzt. Wichtig ist, dass diese Verfügung spätestens alle zwei Jahre erneuert wird, immer wieder mit eigenen Worten.
Die Vorsorgevollmacht muss notariell beglaubigt sein, damit diese Gültigkeit hat - einmal eine Vorsorgevollmacht erstellt, gilt diese für alle Zeit, also muss nicht immer wieder erneuert werden, kann aber geändert werden, sollten sich die Bedingungen verändern.


Schwester Ilse, die ja sehr viel mit diesen Dingen zu tun hat, bestätige diese Vorgaben, viele von uns wollten es einfach nicht glauben. Hierzu gibt es aber Richtlinien, die unsere Teilnehmer alle erhalten haben - Sie können diese beim Diakonische Werk Baden kostenlos anfordern.

Was ist der Mensch wert? Was bin ich mir wert? Was möchte ich weitergeben, wenn ich nicht mehr bin? Fragen, die in der Andacht von Schwester Ilse, von mir und von Frau Ungeheuer aufgegriffen wurden. Einmal als eine Vision eines Weltbürgers, der nach seinem Wert als Arbeitskraft eingeschätzt werden sollte und sich einfach weigerte, dies zu tun, sondern den Beamten fragte, wie er Fürsorge, Liebe, Treue, Verantwortungsbewusstsein berechnen will. Einmal mit sehr guten Gedanken von Frau Ungeheuer über das Thema "Einer trage des andern Last" und einmal mit Schwester Ilse über die Endlichkeit des Lebens.
Was bin ich als Mensch wert? Am Ende unseres Lebens stehen wir alle vor Gott, dieser richtet uns nicht, nachdem was wir geleistet haben, sondern nachdem wie wir gelebt haben - er kennt mich, er ruft mich bei meinem Namen - ihm bin ich vertraut und ich darf darauf vertrauen, dass er es mit mir gut meint.

Hella Reinecke
 

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