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BVEA - Rundschau Ausgabe 3-2010zur Startseite Gesellschaft - Sozialpolitik - Leiharbeit - Rimdscahu Redaktion

Leiharbeit keine Dauerlösung

Hier hilft nur gesetzlicher Mindestlohn

Arbeiter auf dem Dach - Bild Elke LartzMit dem neuen Tarifabschluss in der stahlerzeugenden Branche haben die Tarifvertragsparteien in einer Branche die sich im Aufschwung befindet, zum richtigen Zeitpunkt mit der Neuordnung der Leiharbeitsbedingungen für die Zukunft gleicher Lohn für gleiche Arbeit ausgehandelt.

Die Leiharbeiterbranche protestiert dagegen vehement, war sie doch bisher Nutznießer der überwiegend missbräuchlichen Anwendung der Leiharbeit.

Erinnern wir uns, die Leiharbeit war nur dafür gedacht, dass Firmen, die konjunkturell bedingt schnell Personal aufbauen mussten, aber sich nicht sicher genug waren, aus unterschiedlichen Erwägungen, feste Arbeitsplätze einzurichten, auf Leiharbeiter zurück zu greifen.

Es war nie daran gedacht worden, wie es zur Zeit in vielen Großunternehmen zunehmend passiert, Leiharbeiter zu geringen Löhnen für gleiche Arbeit neben den Stammbelegschaften einzustellen bzw. auszutauschen.

Die Leiharbeiterbranche darf und kann sich nicht in Zukunft darauf einrichten und davon profitieren, dass eine immer größere Zahl von Arbeitssuchenden, ohne eine gute Zukunftsperspektive, sich auf schlecht bezahlte Arbeitsverhältnisse einlassen muss.

Wenn die z. Zt. regierende Koalition den Tarifvertragspartnern aufgibt, diese Angelegenheit im Rahmen der Tarifautonomie zu regeln, dann ist der Tarifabschluss der Stahlerzeuger in der Tat ein Meilenstein in die richtige Richtung.

Eine Branche wie die Leiharbeiterbranche kann in einer sich im Aufschwung befindenden Wirtschaft, mit ihren miesen und unsozialen Praktiken, sicherlich keinen Wechsel auf die Zukunft erwirken.

Hoffen wir nur, dass die marktwirtschaftliche Entwicklung die Leiharbeit gänzlich überflüssig macht.

Wenn im Mai 2011 die Dienstleistungsgrenzen in der EU fallen, dürfen auch Leiharbeitsfirmen aus Osteuropa ihre Dienstleistungen als Billiganbieter offerieren. Dann hilft nur der gesetzliche Mindestlohn, um wirtschaftlichen Schaden zu vermeiden.

Rundschau Redaktion

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