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BVEA - Rundschau Ausgabe 2-2010zur Startseite  Delegiertenversammlung BVEA - Werner Künkler

Delegiertenversammlung des BVEA

Zu neuen Ufern - Neue Strukturen für die Evangelische Arbeitnehmerarbeit

Bilder der Delegiertenversammlung

Delegierte

Vorstand mit der Oberkirchenrätin Frau Coenen-Marx

BVEA Martin Becher

BVEA Schifner, Werner Künkler

Christian Homrichhausen

Die Vertreter der 12 Landesverbände des BVEA trafen sich zu ihrer Delegiertenversammlung in Neuhof. Neben aktuellen Themen, dem Auftritt des Verbandes auf dem Kirchentag in München und der Organisation der Sozialwahlen für Bund und Länder standen die Pläne der EKD, die Evangelischer Arbeitnehmerarbeit in einem Verband Kirche-Wirtschaft- Arbeit zusammenzufassen auf der Agenda. Unterschiedliche Erwartungen und Hoffnungen der Delegierten wurden deutlich. Die Delegierten beschlossen, dem Vorstand über die Legislaturperiode hinaus die Möglichkeit zu geben, die Verhandlungen mit der EKD zum Abschluss zu bringen.

Wie der amtierende Bundesvorsitzende Werner Künkler in seinem Bericht ausführt, hatte der Bundesverband Evangelischer Arbeitnehmerorganisationen in der Tat schwere Zeiten durchstehen müssen. So musste der BVEA mit einer erheblichen Kürzung der Zuwendungen der EKD und der daraus erfolgten Auslösung der Geschäftsstelle in Berlin, verbunden mit einer geringeren Wertschätzung seiner Aufgaben und Arbeit seitens der EKD auf rein ehrenamtlicher Basis, sich neu organisieren.

Der amtierende Bundesvorsitzende Werner Künkler bedankte sich bei den Verbänden und Delegierten für alle Loyalität und für die großartige Unterstützung. Inzwischen hat sich, und das ist mehr als erfreulich, das sich die EKD über die Beauftragte Frau Coenen-Marx wieder mehr dem BVEA zugewandt.

Speziell das Thema Sozialwahlen 2011 wurde ausgiebig behandelt. Matthias Gehlhar (Stv. Vorsitzender der ACA Bund) stellte im Einzelnen die Planungen, die Besetzung der Listenplätze und den zeitlichen Ablauf vor. Nach eingehender Diskussion dankten Vorstand und Delegierte allen an der Sozialwahlvorbereitung-Beteiligten für die gute Arbeit.

Aber die Zukunftssorgen des BVEA bleiben, wenn wie von der EKD vorgeschlagen, mit der Beteiligung des KDA, der Arbeitsgemeinschaft, Kirche und Handwerk und BVEA ein Dachverband Kirche, Wirtschaft und Arbeitswelt e. V. gegründet werden soll.

Für den BVEA, der von seiner Struktur und seinen Inhalten nicht nur gemeinnützig ist, sondern auch auf vielfacher Weise die Anliegen der Mehrheit der in der Evangelischen Kirche befindlichen Menschen, die überwiegend Arbeiternehmerinnen und Arbeitnehmer sind, vertritt. Dabei geht es wie der amtierende Bundesvorsitzende des BVEA darstellte, um die Beibehaltung in Jahrzehnten geprägten Identität im gesellschaftlichen, sozialpolitischen und innerkirchlichen Raum.

Im weiteren Verlauf stellte Frau Coenen- Marx nochmals den Delegierten die Möglichkeiten und Arbeitsweisen des zu gründenden Dachverbandes dar.In keiner Weise wird dabei, der BVEA seine Identität und seine Möglichkeiten im gesellschaftlichen und sozialpolitischen Bereich, verlieren. Satzungs- und steuerrechtliche Fragen müssen selbstverständlich in dem neu zu gründenden und paritätisch besetzten Dachverband geklärt werden. In der anschließenden Diskussion wurde der BVEA-Vorstand beauftragt die Verhandlungen mit den anderen Organisationen und der EKD weiterzuführen.

Der Vorsitzende der wieder aktivierten EAN-Oldenburg, Mark Heyen, stellte seinen Verband und seine Arbeitsweise vor und wurde freundlich vom BVEAVorstand und den Delegierten begrüßt. Alles in allem war die BVEA-Delegiertentagung eine gute und erfolgreiche Veranstaltung, die von viel Solidarität sowie guter und kritischer Mitarbeit geprägt war. Für den BVEA war es eine wegweisende Veranstaltung in die Zukunft.

Werner Künkler Amt. Bundesverbandsvorsitzender ge

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Anträge:

Alle Initiativen zu Einführung einer Finanztransaktionssteuer sind zu unterstützen

Die Finanzkrise hat die unterschiedlichen Machtverhältnisse auf diesem Planeten verdeutlicht. Einige Spekulanten sind in der Lage ganze Staaten in die Insolvenz zu treiben. Durch gewagte Finanzkonstrukte der Geldhändler sind gesellschaftliche Verwerfungen entstanden, die in der Breite ganze Bevölkerungsschichten in der unterschiedlichen Form treffen. Wir sehen hier klar auch ein Verursacherprinzip: Die Verursacher des Bankencrashs müssen an der Beseitigung des volkswirtschaftlichen Schadens durch die Einrichtung von Sonderfonds beteiligt werden. Einer Wiederholung ist mit geeigneten Maßnahmen vorzubeugen. Die Entwicklung eines Europäischen Währungsfonds in voranzutreiben.

Die Einrichtung einer Finanztransaktionssteuer ist dazu geeignet, den internationalen Finanzmarkt zu entschleunigen und den öffentlichen Kassen endlich die ersehnten Möglichkeiten in der Bildungspolitik zu eröffnen. Für eine solche Entscheidung gibt es auch international breite Unterstützung, 0,05% vom Umsatz brächten Milliarden- Einnahmen in zweistelliger Höhe. Wir fordern unsere Volksvertreter auf, endlich geeignete Maßnahmen zu ergreifen, der Entkopplung des Finanzmarktes von der realen Wirtschaft zu stoppen.

EAN Berlin-Brandenburgschlesische Oberlausitz

Wir fordern die Bundesregierung und die Landesregierungen auf, die Privatisierung öffentlicher Güter einzustellen, da sich die Auswirkungen als unzweifelhaft negativ dargestellt haben.

Die Privatisierung öffentlicher Güter zur Sicherung des Haushaltes ist einzustellen, da sich die Auswirkungen als unzweifelhaft negativ dargestellt haben. Vor allem beim Nahverkehr (Bahn-Millardengewinne und Minimierung der Wartung, ärgerliche Pannen bei gleichzeitiger Entlassung von Kollegen) und den großen öffentlichen Wohnungsbaugesellschaften ist die Bremse zu ziehen. So gehen groß angelegte Immobilienverkäufe immer zu Lasten der Nutzer und im Rahmen von zusätzlichen Sozialleistungen (Wohnungsgeld) zu Lasten der Steuerzahler. Der Verkauf von öffentlichem Eigentum bei gleichzeitigem explosionsartig steigenden Privateigentum, also ein stetiges auseinanderdriften der Schere zwischen Arm und Reich wird unsere Gesellschaft in erhebliche Verwerfungen führen. Die politischen Vertreter der Bürger sind aufgefordert ihrem Auftrag gemäß das soziale Gleichgewicht zu erhalten.

EAN Berlin-Brandenburgschlesische Oberlausitz

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