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BVEA - Rundschau - Ausgabe - 2 - -2010 zur Startseite -- Zum Geleit - Werner Künkler

Fragt nicht nur danach was kann die Gesellschaft für Euch tun, sondern überlegt, was können wir für die Gesellschaft tun.

So ähnlich oder in anderer Form, ist es eigentlich die grundsätzliche Forderung, ja Richtlinie für unser funktionierendes und sozial gestaltetes Gemeinwesen und für unseren sozialen Rechtsstaat. Werner Künkler

Wenn wir dann über die Medien erfahren, und auch selber spüren,dass festgestellt wird, dass Alte und Junge sich immer fremder werden, dass die Einkommensentwicklung (so eine Studie des DIW) in der Bundesrepublik immer ungerechter wird und die Anzahl der Armen in den letzten zehn Jahren ständig wächst (von 18 % auf 22 %) und eine kleine Gruppe in unserer Gesellschaft ständig reicher wird, so ist es an der Zeit, dass die Lobby und Klientelpolitik konservativer und neoliberaler Politiker endlich aufhört.

Politik muss wieder mehr den Menschen dienen

Vielmehr sollten sich die Politiker um die ungerechten und unsozialen Verhältnisse am Arbeitsmarkt kümmern. Fakt ist, dass die Zahl der Beschäftigten nicht nur rückläufig war,und wenn es ein Jobwunder gab, so betraf das mehrheitlich die Zunahme der gering bezahlten Arbeitsverhältnisse, die wie man sagt zum Leben zu wenig haben …….. ersparen wir uns die ergänzende Aussage.

Wie einige Politiker uns immer weiß machen wollen, soll die Mittelschicht, die Leistungsträger, gestärkt werden. Dagegen ist auch in einer wachsenden Wirtschaft nichts einzuwenden.

Leider stimmen auch hier die Rahmenbedingungen nicht mehr.

Die sogenannten Mittelschichten gründen ihren Statuts (wie das DIW feststellt) nicht auf Vermögen, sondern auf Einkommen. Einkommen und gut bezahlte Arbeitsplätze werden leider immer mehr Mangelware.

Das heißt auch die Zahl der armutsgefährdeten bzw. in die Armut abrutschenden Menschen wird zunehmen. Deshalb ist es die vordringliche Aufgabe unseres sozialen Rechtsstaates sich um diese negativen und gefährlichen Entwicklungen zu kümmern.

Wegsehen nach dem Motto, der Markt wird’s schon richten, ist leichtfertig und gefährlich.

Die große Politikverdrossenheit, wie sie sich bei der Teilnahme an Wahlen und ihren zwangsläufig schlechten Ergebnissen zeigt, die kaum noch funktionierende Koaltitionsbündnisse zulassen, sind mehr als ernst zunehmende Signale.

Auch das geplante Sparpaket trifft in der Mehrzahl die armen Menschen in Deutschland. Gleichzeitig werden Milliarden aufgelegt als Sicherheit für die angeblich systemrelevanten Banken auf Kosten der Steuerzahler, die absolut nicht für Machenschaften der Banken verantwortlich sind.
Politik muss wieder mehr den Menschen dienen und nicht dem Machterhalt einzelner Politiker.

Oberstes Gebot sollte es wieder sein, dass es sozial, gerecht und ausgewogen zugeht und der soziale Frieden in unserem Lande nicht noch mehr gefährdet wird.

In diesem Sinne verbleibe ich mit freundlichen Grüßen

Euer Werner Künkler
Amt. Vorsitzender des Bundesverbandes Evangelischer Arbeitnehmerorganisationen

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