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BVEA - Rundschau Ausgabe 1-2010zur Startseite Gesellschaft - Glauben - Euer Herz erschrecke nicht! In diesem Jahr wird die Jahreslosung für viele wichtig - Dr. Gerhard Kühlewind

Euer Herz erschrecke nicht!

In diesem Jahr wird die Jahreslosung für viele wichtig - Die Folgen der Finanzkrise

Die Folgen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise sind noch lange nicht überwunden, im Gegenteil! Für viele Menschen wird sie erst in diesem Jahr so richtig in ihrem Leben spürbar werden.

War schon das vergangene Jahr von einem -wenn auch im internationalen Vergleich erstaunlich niedrigen- Anstieg der Arbeitslosigkeit gekennzeichnet, so wird die Krise 2010 den Arbeitsmarkt in Deutschland besonders heftig treffen. Während im letzten Jahr durchaus sinnvolle politische Maßnahmen (staatliche Investitionsprogramme, starke Ausweitung der Kurzarbeiterregelung) den Arbeitsmarkt entlasteten, ist ein solcher Effekt von dem sog. „Wachstumsbeschleunigungsgesetz“ für dieses Jahr nicht zu erwarten. Dies sagen nicht nur die Gewerkschaften sondern nahezu die gesamte Zunft der Experten wie der Sachverständigenrat zu Begutachtung der wirtschaftlichen Entwicklung oder sämtliche wirtschaftswissenschaftlichen Forschungsinstitute. Dazu kommt, dass ausgerechnet dieses sog. „Wachstumsbeschleunigungsgesetz“ die Schere zwischen Arm und Reich noch weiter auseinander klaffen lässt, weil es Erben und Hoteliers steuerlich entlastet und bei der Kindergelderhöhung gerade die ausklammert, die sie am nötigsten hätten, die „Hartz-IV-Empfänger“. Diese bekommen die vorgesehene Kindergelderhöhung vom Regelsatz wieder abgezogen! Alleine 800 000 Kinder unter 15 leben derzeit in Deutschland unter solchen Verhältnissen - Tendenz steigend!

Krise heißt im Wortsinn: Zuspitzung, Entscheidung

Trotz allem: Dr. Margot Käßmann, macht uns Mut trotz aller Krisen und aller Gefahren. Sie beruft sich dabei auf die Jahreslosung 2010, die uns die Gewissheit gebe, dass keine und keiner auch in der größten Krise wirklich allein und auf sich selbst gestellt ist. Die Jahreslosung steht im Johannesevangelium, Kapitel 14, Vers 1 und lautet: „Jesus Christus spricht: Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich!“ Käßmann schreibt dazu:

„Nicht nur der überraschende Tod des Nationaltorhüters Robert Enke im Herbst 2009 hat noch einmal deutlich vor Augen geführt, dass die persönlichen Krisen häufig noch bedrängender, noch gefährlicher, noch stärker das Leben zerstören können. Krisen in der Kindererziehung, Krisen in der Partnerschaft, Krisen im Berufsleben, Krisen der Gesundheit und Krisen beim Abschied von Menschen, die einem ein Leben oder eine Liebe lang ans Herz gewachsen sind, Krisen, die bis zu dem Punkt führen können, dass ein Mensch sich absolut allein fühlt, dass ein Mensch keinen Weg zum Leben mehr fühlt, dass ein Mensch dem Leben keine Chance mehr geben kann.. ...Krise heißt im griechischen Wortsinn zuerst einmal: Zuspitzung, Entscheidung. In der Krise steckt immer auch die Möglichkeit, den anderen Weg einzuschlagen, eben den Weg, der nicht in die Katastrophe führt.

Eine Einladung für diesen anderen Weg spricht die Jahreslosung 2010. Jesus spricht zum Abschied zu seinen Jüngern. Er weiß, dass die schwerstmögliche Krise auf seine Freunde zukommt: Die Krise des scheinbar letztendlichen Abschieds, die Krise des Todes. In dem Moment sollen die Herzen der Jünger nicht erschrecken, sondern sich im Glauben getragen wissen. Jesus spricht in die eine Situation des Abschieds und lässt uns Raum, dies auf unsere Krisensituationen anzuwenden. In den Momenten, in denen unser Herz erschrickt, dürfen wir uns im Glauben getragen wissen: welch unglaublicher Trost, welch lebensspendende Zuversicht!...“

Eine uralte Weißheit sagt: In jeder Krise steckt der Anfang einer neuen Chance. Dies gilt auch 2010.

Dr. Gerhard Kühlewind

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