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BVEA - Rundschau Ausgabe 3- 2009 - small logoaus den Landesverbänden - EAB-NRW - Bericht zur Kinderarmut in Deutschland - Horst Hülsermann

Besorgnis und Bestürzung

Bericht zur Kinderarmut in Deutschland

Vor den Mitgliedern aus 7 Ortverbänden wurde auf dem 1. Bezirksschulungstages der EAB Oberhausen in Altstaden über Kinderarmut gesprochen.

Die Kinderarmut ist real, nicht nur in der so genannten dritten Welt, sondern auch in Deutschland.

Auch nur ein armes Kind ist zuviel in der Statistik.

Die dazu vom Referenten Herrn Harald Schrapers vorgetragenen Daten und Fakten sorgten für Besorgnis und Bestürzung bei den Anwesenden. Kinder sind bei uns am häufigsten von Armut bedroht, Armut scheint offenbar vererbbar.

Massive Investitionen sind notwendig

Aber es geht weltweit um mehr als materielle Armut: Bildungsarmut, mangelnde Förderung, Fehlernährung, schlechte Gesundheit, Bewegungsmangel. In Zukunft wird es darauf ankommen das es Menschen gibt die sich kompetent, einfühlsam und ausreichend Zeit für Kinder, Jugendliche und auch deren Eltern nehmen die Unterstützung brauchen. Aber nicht nur Eigenverantwortung würde helfen, auch der Staat ist gefordert. Massive Investitionen u.a. in die Kinderbetreuung, Ganztagsschulen und ein Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz, wie für 2013 geplant, sind nur ein Teil der notwendigen Maßnahmen. Steuerlich absetzbare Kinderbetreuung, Kindergelderhöhung und Einführung des Elterngeldes sind ebenfalls ein zentraler Ansatz auf dem Weg aus der Kinderarmut heraus zu kommen.

Auf den Anfang kommt es an!

Die Schluss-Überlegungen: Wenn wir uns in der Gegenart verantwortungsbewusst verhalten, sollten wir Arme und Hungernde in unserem Land nicht vergessen. Wir sollen vor allem endlich begreifen, wie einzigartig unsere Kinder sind und dass sie auf keinen Fall hungern müssen. Doch wie sieht die Wirklichkeit aus?

  • Wir leben in einem Land, in dem Kinderarmut und Kinderfeindlichkeit immer mehr um sich greift, und es den betroffenen Kindern an regelmäßigen Mahlzeiten fehlt!
  • Wir leben in einem Land, in dem die Körperlichkeit von Kindern in schamloser Weise in elektronischen Medien zur Schau gestellt werden!
  • Wir leben in einem Land, in dem Kinder in Mietwohnungen nicht erwünscht, aber Tiere erlaubt sind!
  • Wir leben in einem Land, in dem Kinderlachen und -spielen als Lärm empfunden werden!
  • Wir leben in einer Welt, in der Kinder im Schweiße ihres Angesichts Arbeit verrichten müssen und nicht mehr Kinder sein dürfen, nur damit sich Industriekonzerne dieser Welt an ihnen bereichern!

Kinder bedeuten die Zukunft eines Landes - unserer Welt. Konsequent weitergedacht hieß dies, dass wir unsere Zukunft selbst infrage stellen - sie verspielen - wenn wir nicht für eine Kinderfreundliche Welt eintreten.

Wir leben weitestgehend in einer Welt, die Kinder nicht mehr verdient hat. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass es Kinder immer weniger zugemutet werden kann, in dieser kinderfeindlichen Welt zu leben. Und dann?

Jesus hat uns gelehrt, mit Kindern umzugehen - ihnen den Vortritt zu lassen. Er befahl seinen Jüngerinnen und Jüngern: 'Lasset die Kinder zu mir kommen und wehret ihnen nicht.'

Wenn wir nur ein klein wenig davon begriffen hätten, sähe es in unserer Welt und vor allen Dingen in Deutschland anders aus.

Horst Hülsermann - Pressereferent Bezirk Oberhausen, EAB Nordrhein-Westfalen

 

 

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