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BVEA - Rundschau Ausgabe 3 - 2009 - aus den Landesverbänden - zur StartseiteEAN Berlin Brandenburg - Die richtige Agenda, aber unvollständig Volker Scharlowsky

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Die richtige Agenda, aber unvollständig

Der CDA-Vorsitzende und nordrhein-westfälische Sozialminister Laumann hat gemeinsam mit zahlreichen Co-AutorInnen aus Politik, Wissenschaft und Gewerkschaften aktuelle Ergebnisse und grundsätzliche Ziele christlich-sozialer Arbeitnehmerpolitik beschrieben, aber auch wichtige Themenfelder fast ausgeblendet.

Karl-Josef Laumann, Maschinenschlosser, Landesminister und Bundesvorsitzender der Sozialausschüsse der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft, also des CDU-Arbeitnehmerflügels, analysiert, wo er Handlungsfelder sieht.

Die eigene Überzeugung, auf der Grundlage christlichen Glaubens und daraus entwickelter christlich-sozialer Grundhaltungen zu handeln, ist für die Autoren Anlass zu vielseitigen gesell-schaftlichen, gewerkschaftlichen sowie parteipolitischen Er-örterungen. Sie bauen auf der Weiterentwicklung christlicher Traditionen auf, wie der besonderen Anwaltschaft für die-jenigen, denen das Subsidiaritätsprinzip, Selbsthilfe und eigene Mitgestaltungsmöglichkeiten alleine nicht zu einem eigenverantwortlich gestalteten und wirtschaftlich auskömmlichen Arbeitsleben verhelfen. Solidarität und Subsidiarität stehen in engem Zusammenhang und bedingen einander. Jeder Einzelne, aber auch jede soziale Gruppe, muss sich auf solidarisches Verhalten verlassen und stützen können, aber sich gleichzeitig ebenfalls solidarisch verhalten und zudem bestrebt sein, leistbare Aufgaben und erfüllbare Anforderungen selbst zu bewältigen.

Dabei aber fällt auf, dass zu herausragenden Themen teils nur das ‚lösungsideenfreie Stichwort’ referiert wird. Perspektiven bleiben dadurch unausgesprochen: • wie soll künftig Mitbestimmung aussehen, oder gar durch die Union ausgebaut werden? Laumann verweist immerhin darauf, dass die Würde Mitbestimmung erfordert. • Welche Rolle haben Gewerkschaften und betriebliche Interessenvertretungen? Finden wir uns mit beispielsweise mit gewerkschaftlichem Partikularismus und Spartengewerkschaften dauerhaft ab? • Und vor allem: Was tragen Christlich-Soziale künftig in der Arbeitnehmerbewegung konkret bei? Gibt es Stärkungs- Strategien?

Volker Scharlowsky, Sozialwissenschaftliche Studien EAN Berlin Brandenburg

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