125 - Jahrfeier der EAB Essen – Borbeck
Der Verein in der ehemaligen Stahlstadt blickt auf eine bewegte Vergangenheit zurück. 1884 gegründet, wurden bis 1926 mehreren tausend Mitstreiter gewonnen. Heute sind es immerhin noch ein paar hundert, die sich den Zielen der EAB verschreiben und der evangelischen Stimme in der Arbeitswelt Gewicht verleihen.
Bild: V.l.n.r.: 2. Vorsitzender Willi Razun, Kassenwart Ingrid Sowa, 1. Vorsitzender Herbert Sowa, Präses Pastor Bernhard Mensema, Präses des BVEA Dr. Christian Homrichhausen
Der Präses des BVEA, Dr. Christian Homrichhausen, führte in seiner Predigt aus, dass das Evangelium „den Ausgangspunkt für eine menschliche Lebensführung der Glaubenden“ ist gemäß der Aufschrift der alten Vereinsfahne „Jesus Christus gestern und morgen“. Gerade deshalb werden 75 Jahre nach der Bekenntnissynode von Barmen auch manche Teile der Vereinsgeschichte kritisch beurteilt. Mit Gottes Geist habe „die EAB sich für ein lebendiges demokratisches und soziales Gemeinwesen eingesetzt“.
Festredner Werner Künkler, Vorsitzender des EAB-Landesverbandes, ging auf die geschichtliche Entwicklung der Vereinigung ein. „Der Sozialgedanke war und ist die solidarische Antwort auf die Probleme“, womit er sich gegen die Auffassungen von den Selbstheilungskräften zur Wehr setzte.
Er warb um „Mut, junge Menschen für die EAB anzusprechen“. Präses Pfarrer Menzemer lobte „die wechselseitige Prägung von Kirchengemeinde und EAB, ein gutes Stück Ruhrgebietsprotestantismus“.
Zuvor hatte Bürgermeister Norbert Kleine- Möllenhoff die kirchliche Interessenvertretung der Arbeitnehmer gewürdigt und aufgefordert: „Bleiben Sie solidarisch bei den Menschen.“
Borbecker Nachrichten/ge, EAB Nordrhein-Westfalen



