Harmonisches Treffen in schwieriger Zeit
Evangelische Arbeitnehmerverbände unzufrieden mit der Politik
Mitte des Jahres fand die Delegiertenversammlung des BVEA in Langenbiber statt.
Die Delegierten der Landesverbände demonstrierten Einigkeit in wichtigen Fragen der sozialen Zukunft. Fast alle aktiven Verbände waren vertreten. Als Gast sprach der neue KDA Vorsitzende Pfarrer Peter Janowski ein Grußwort und betonte die gute Zusammenarbeit in der Vergangenheit und machte auf Perspektiven aufmerksam. Der Bürgermeister von Langenbiber Markus Schacht begrüßte kurz die Teilnehmer in seiner Gemeinde.
Dr. Johannes Vöcking, Vorsitzender der Barmer Krankenkasse über die Auswirkungen der Gesundheitsreform. Dr. Johannes Vöcking, Vorsitzender der Barmer sprach in einer längeren Abhandlung über die Auswirkungen der Gesundheitsreform. Gerade im Zusammenhang mit der nächsten Sozialwahl 2011 gelte es, die Selbstverwaltungsorgane zu stärken und das Entscheidungsspektrum der Mitbestimmung zu verbessern.
Vornehmliche Aufgabe der Delegierten war die Verabschiedung der Broschüre „Arbeit - Gerechtigkeit - Bewahrung der Schöpfung“, die zukünftig die Sozialethischen Überlegungen des BEA ablösen wird.
Mit wenig Unterstützung gut arbeiten In großer Einmütigkeit wurden die erarbeiteten Grundlagen des Redaktionsteams akzeptiert und mit wenigen Änderungen angenommen. Somit werden den dem BVEA angeschlossenen Verbände eine kurze und prägnante politische Analyse und zukunftsfähige Veränderungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Zeitnah wird die handliche Schrift über die Geschäftsstelle in Essen zu beziehen sein. Der finanzielle Druck auf den Bundesverband hat sich bisher nicht geändert. Jedoch scheinen Perspektiven bei einer Zusammenarbeit mit dem KDA möglich.
Die Landesverbände haben mit unterschiedlichsten Problemen zu kämpfen, dennoch zeigt sich, das die Verbände widerstandsfähig und flexibel sind. Die Mitgliederzahlen sind stabil und das Engagement für die Mitbestimmung in den Sozialversicherungen ist ungebrochen.
Traditionell zum Schluß rief Wolfgang Schifner zum Beitritt in den Förderverein des BVEA auf, um in der schwierigen finanziellen Situation wichtige Aktionen und Veranstaltungen unterstützen zu können.
Matthias Gehlhar
Arbeit zwischen Tradition und Moderne:
Die BVEA-Delegierten sind sich bewußt, dass sich nicht nur die körperliche Arbeit wandelt. Auch in Verwaltung und freien Berufen haben sich die Rahmenbedingungn für die Menschen völlig verändert.
Der Vormarsch von Zeitarbeit mindert zudem das Selbstbewusstsein der Arbeitnehmer mit nicht kalkulierbaren Folgen für die Gesellschaft.In den Pausen der Ausgleich: Rot-Weiss Essen sucht dringend einen neuen Stürmer. Hier geben Herbert Sowa, Werner Künkler und Dieter Schaper ihre Visitenkarte ab.
Mindestlohn jetzt und sofort!
Mit Sorge beobachten die Delegierten der 11. Delegiertenversammlung des Bundesverbandes Evangelischer Arbeitnehmerorganisationen eine zunehmende Entwicklung bei den prekären Arbeitsverhältnissen.
Immer mehr Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in den Dienstleistungsund Handwerksbereichen erhalten Stundenlöhne unter dem von den Gewerkschaften geforderten Mindestlohn. Für die betroffenen Menschen bedeutet dieser Umstand eine Existenz unter Sozialhilfeniveau und trotz langjährigen Beschäftigungsverhältnissen in diesem Lohnbereich keine ausreichende Sicherung für den Rentenfall.
In Betriebsleitungen, Vorstände und Aufsichtsräte gehören mehr Frauen. Wir fordern deshalb alle verantwortlichen Politiker, Arbeitgeber und Gewerkschaften auf, diesen auch volkswirtschaftlich unhaltbaren und menschenunwürdigen Zustand durch die gesetzliche Einführung eines Mindestlohns zu beenden.
Begründung: Bei den Diskussionen über die augenblickliche Finanz- und Wirtschaftskrise ist ein Gesichtspunkt nie erwähnt worden:
Der große Crash ist insgesamt „männergemacht“. Hedgefonds, Derivate, Deals mit Beteiligungen, dubiose Transaktionen, Aktien- und Immobilien-Spekulationen sind überwiegend die Ideen von Männern.
Moralische und ethische Überlegungen spielen dabei keine Rolle. Um hier umzusteuern bedarf es der vermehrten Beteiligung von Frauen bei Managemententscheidungen.
Kommen mehr qualifizierte Frauen in Spitzenpositionen wird sich ihre eher soziale Grundmentalität durchsetzen.
Fazit: Eine Wirtschaft, die den Menschen dient, braucht mehr Frauen in Betriebsleitungen, Vorstände und Aufsichtsräten.




Vornehmliche Aufgabe der Delegierten war die Verabschiedung der Broschüre „Arbeit - Gerechtigkeit - Bewahrung der Schöpfung“, die zukünftig die Sozialethischen Überlegungen des BEA ablösen wird.

In den Pausen der Ausgleich: Rot-Weiss Essen sucht dringend einen neuen Stürmer. Hier geben Herbert Sowa, Werner Künkler und Dieter Schaper ihre Visitenkarte ab.