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BVEA - Rundschau Ausgabe 2-2008 - Christliche Verbände - Ehrenamt von Brunhild Bald

Treffen mit den „Hütern der Orden“ im Schloss Bellevue

Im April fand in Berlin die 77. Delegiertenversammlung der „Konferenz Kirchlicher Werke und Verbände“ statt

Die Konferenz Kirchlicher Werke und Verbände sammelt und verbindet die Anliegen der Evangelischen Verbände um gemeinsam Einfluß auf die kirchliche Politik und die Synode zu nehmen.

So stehen neben der Diakonie mit ihren mannigfachen Einrichtungen die großen Jugend- und Frauenverbände, die akademischen Vertreter und viele kleine Verbände, die durch die Ev. Kirche unterstützt werden.
Die Interessen der Arbeitnehmer werden durch den Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt und den BVEA vertreten.

Schloß Bellevue- Foto Brunhild Bald
Schloss Bellevue-Bild Brunhild Bald
Schloß Bellevue - Brunhild Bald

Entsprechend bunt ist der Strauß der Vorstellungen, Forderungen und Wünsche. Neben der Tagung wird regelmäßig ein politischer Besuch eingeplant.

Dazu gehörte tags zuvor eine Einladung zum Besuch des Bundespräsidialamts, ein kühler Zweckbau im Tiergarten von dem gleichen Architekten des EKD- Amtes in Hannover, und des Amtssitzes unseres Bundespräsidenten, Schloss Bellevue. Wir hatten auch die Möglichkeit mit zwei Mitarbeiter/innen des Bundespräsidenten, Frau Pfund vom Grundsatzreferat, auch für Ehrenamtliche zuständig, und Herrn Wessendorf, „Hüter der Orden“ Fragen zu stellen und die Arbeitsweise dieser Resorts kennen zu lernen.

So erfuhren wir, dass die Abteilung zur Vergabe der Dienstorden dringend auf die Mithilfe der Bevölkerung angewiesen ist, die seiner Abteilung Menschen nennen, die einen solchen Orden verdienen.
Dabei sei ihnen sehr daran gelegen, mehr Menschen aus der Menschen aus der Basis auszuzeichnen, die sich besondere Verdienste in diesem Land erworben haben.

Jede/r könne einen solchen Namen nennen, dann allerdings würde einer Verleihung eine fast 2jährige Überprüfung vorausgehen, in der die jeweiligen Verbände oder Institutionen dazu befragt würden.

Ein besonderes Thema dieser Delegiertenversammlung war das Ehrenamt. Dazu wurde uns eine Studie der Diakonie von Rainer Hub vorgestellt und für den 30./31. Januar 2009 eine große ehrenamtliche Tagung in Köln im Maternushaus mit unseren katholischen Kollegen angekündigt. Frau Coenen-Marx wird diese Tagung leiten.

Die große Breite des möglichen ehrenamtlichen Engagements stellte Rainer Hub vor und benannte dabei auch neue Bezeichnungen für die unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten. Klar ist auch: Immer wenn die Kassen leer sind, wird der Ruf nach ehrenamtlich Engagierten laut! (11.2006 Diakonie Texte)

Ob die folgenden neuen Begrifflichkeiten auch zu neuen Helfern führen, sei dahingestellt, jedenfalls ist die Engagementlandschaft breiter geworden. „Out“ ist der Begriff „Ehrenamtliche/ r“; „in“ ist „freiwillig Engagierte/r“

„OUT“ ist der Begriff „Ehrenamtliche/ r“; „IN“ ist „freiwillig Engagierte/r“

Wo immer auch Menschen für Menschen etwas tun wollen bedarf es auch einem Freiwilligenmanagement, das die Menschen anspricht, begleitet, fortbildet und vor allem die Wünsche der Freiwilligen beachtet. Anbieter und Engagierte müssen zusammen passen.

Wird z. B. ein Familienersatz gesucht oder neue Freunde durch einen Umzug?
Ist der Eintritt in eine neue Lebensphase der Hintergrund für das Engagement?
Wer begleitet diese Freiwilligen, wer hat die Ressourcen als Hauptamtlicher?
Und was uns besonders interessiert: Werden durch diese freiwilligen Dienste, die z. T. auch geringfügig vergütet werden, Arbeitsplätze abgebaut?

Entsteht also eine Konkurrenz zwischen Haupt- und Ehrenamtlichen? Was ist mit den 1-Euro-Jobbern, wenn Ehrenamtliche für die gleiche Arbeit 5 Euro bekommen? Aber oft genug ist es eher so, dass die Ehrenamtlichen Geld mitbringen müssen um ihr Amt ausführen zu können. Das wird jedes Mitglied in den Verbänden des BVEA bestätigen können. Die Aufwandsentschädigungen
decken die eigentlichen Kosten nie!

Entsteht Konkurrenz zwischen Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen?

Aber tatsächlich ist es doch so, dass sich viele Menschen – wie wir – freiwillig ehrenamtlich engagieren und viel Zeit, Geld und Arbeit investieren. Ob wir nun, freiwillig engagiert, freiwillig sozial engagiert, bürgerschaftlich engagiert, freiwilligen Dienst erfüllen, oder wie immer wir uns oder unsere Aufgabe nennen mögen – unsere Arbeit ist wichtig für die Gestaltung unserer Gesellschaft.

Ich bitte alle Aktiven, da weiter zu machen.

Brunhild Bald, Bundesvorsitzende des BVEA

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