Geistliches Leben nach Teresa von Avila
Warum beschäftigt sich die ean als Arbeitnehmerorganisation der Kirche mit Spiritualität, noch dazu eine Lehrerin der katholischen Kirche. Dazu gibt es mehrere Antworten:1. praktizieren wir als ean eine offene christliche Spiritualität, und dazu gehört auch, ökumenisch über den Tellerrand zu schauen.
2. wollen wir christliches Engagement fördern, und dazu bedarf es aus dem Glauben Kraft zu schöpfen.
Die Mystikerin und Ordensreformerin Teresa von Avila (1515-1582) war beides zugleich: tief in der Erde verwurzelt und im Ewigen verankert. Ihre enorme Schaffenskraft bezog sie aus ihrem Gebetsleben, das Geist, Seele und Leib durchdrang. Sie lehrt eine Weise des Betens, die uns ermöglicht, bei uns selbst zu Hause zu sein und von da aus nach außen hin fruchtbar zu werden.
Die Referentin, besser unsere Begleiterin an diesem Wochenende wechselte sehr einfühlsam von Vortrag über Text hin zu Übungen und Meditation. Ein schöner Auszug der Texte der Teresa von Avila ist folgender: „Kehren wir nun aber zu unserem Garten oder Lustgarten zurück und sehen wir uns an, wie die Bäume zu knospen beginnen, um Blüten zu treiben und nachher Früchte zu tragen, und die Blumen und Nelken genauso, um ihren Duft zu verströmen. Dieser Vergleich macht mir richtig Spaß, denn in meinen Anfängen [...] war es mir eine große Freude, zu bedenken, dass meine Seele ein Garten sei und Gott in ihm spazieren ging.“
Die Texte waren gut für die Teilnehmer, sich zu sammeln und Ruhe zu finden. Die Übungen halfen bei der Ausrichtung auf Gott, der Quelle des Lebens, die uns nährt. Dieses spirituelle Wochenende wird uns noch lange beschäftigen uns mit dem Glauben und Gott auseinander zu setzen. Doch wir gehen gestärkt in den Alltag, so viele Teilnehmerstimmen.
Siegfried Aulich
Unverzichtbare Sozialform der Kirche Evangelische Arbeitnehmerarbeit wird zur Disposition gestellt / |
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