Diese Vereinbarungen liegen im Lohnniveau weit unter den Tarifen die der DGB aushandelt und entsprechen in keiner Weise den Vorstellungen aus Politik und Gewerkschaften über Mindestlöhne.
Wir verurteilen mit aller Schärfe diese schlimmen Machenschaften des CGB und seiner Verantwortlichen.
Sozialpolitisch und volkswirtschaftlich wird ein großer Flurschaden angerichtet.
Wer in Zeiten wirtschaftlichen Aufschwunges und zunehmender Gewinnmaximierung großer Firmen und ganzer Branchen Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen nach jahrelanger tarifpolitischer Enthaltsamkeit, (die Reallohnentwicklung betrug in der Zeit von 1995-2004, -0,9%), solche Tarifabschlüsse aufzwingt, bringt sie um ihre gerechte Teilhabe und verstößt damit gegen sozialstaatliche Grundprinzipien.
Auch die Politiker, wie z. B. der saarländische Ministerpräsident Müller, sowie der thüringische Ministerpräsident Althaus, die durch ihre Mitgliedschaft im CGB dieses Handeln politisch sanktionieren sollten bei aller demokratischen Standort und Meinungsvielfalt ihre Beziehungen zum CGB überprüfen.
Die evangelische Arbeitnehmerbewegung NRW, sowie der Bundesverband evangelischer Arbeitnehmerorganisationen, protestieren aufs schärfste gegen die Vorgehensweisen - auf Kosten der Arbeitnehmer - des christlichen Gewerkschaftsbundes.
Wir erklären hiermit nochmals in aller Deutlichkeit, dass unsere Verbände nicht mit den Zielen des CGB übereinstimmen und die Arbeit des Deutschen Gewerkschaftsbundes in jeder Weise unterstützten.
Werner Künkler, Essen

