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BVEA - Rundschau Ausgabe 1-2007zur Startseite
- Zum Geleit - Brunhild Bald zur Lage des Bundesverbandes BVEA

Brunhild BaldLiebe Leserinnen, liebe Leser,

nun ist eine neue Phase in der Geschichte des BVEA eingetreten – und ob es uns gefällt oder nicht, wir müssen das jetzt mit Leben erfüllen: wir müssen die Aufgabe anpacken. Die EKD erwartet vom BVEA, dass er sich als Bundesverband hauptsächlich um die Vernetzung der Landesverbände kümmert. Dafür werden die finanziellen Mittel zur Verfügung gestellt. Die Geschäftsstelle in Berlin gibt es nicht mehr; die entsprechenden Aufgaben werden in Essen von der Geschäftsstelle der EAB-NRW wahrgenommen.

Das hat einige Konsequenzen. Es steht viel auf dem Spiel. Neue Aufgaben für den Vorstand, der ja kein Schattenkabinett darstellen will. Die Landesverbände müssen vernetzt, informiert und unterstützt werden. Wir halten es für wichtig, dass wir nicht wie am „Grünen Tisch“ von oben nach unten alles vorgeben, sondern dass die Basis der Mittelpunkt unserer Arbeit ist. Deren Belange werden wir mit allem Nachdruck auf Bundesebene vertreten. Hier sollen die Aktivitäten liegen.

In Hilchenbach hat die Delegiertenversammlung lange darüber diskutiert, was sich die Landesverbände vom BVEA wünschen. Wir werden darüber nachdenken und es berücksichtigen. Das schafft Klarheit, für alle Beteiligten. Wir bedanken uns für die Mitarbeit. Das schließt natürlich Anregungen und Aktivitäten vom Vorstand des BVEA nicht aus.

Ein wesentliches Thema der Zukunft bleibt die „Verjüngung“ unserer Mitglieder – ein ganz wichtiges und brisantes Thema, das alle angeht.

Damit verbinden sich die Fragen, die wir alle kennen: Welche Themen sprechen Arbeitnehmer/innen so an, dass wir sie vielleicht dauerhaft für unsere Werte begeistern können. Wie müssen die Angebote formuliert werden? Müssen die Veranstaltungen neu konzipiert werden, damit sie den heutigen Anforderungen der Menschen entsprechen? Wo gibt es positive Erfahrungen – Verbände, die eine wachsende Mitgliederzahl haben? Wie wurde das erreicht? Das sind wesentliche existentielle Fragen, die zu den programmatischen Aufgaben kommen, an denen wir intensiv arbeiten werden.

Neuanfang mit weniger Mitteln

Unser Ziel muss es nach wie vor sein, die Werte, die wir vertreten, an Menschen weiterzugeben, die sie nach unserer aktiven Zeit übernehmen, vertreten und weiterführen. Ohne jüngere Menschen in unseren Reihen haben wir keine Zukunft.

Natürlich bedeutet das auch, behutsam Menschen mit der Evangelischen Kirche vertraut zu machen. Unter diesem Dach gestalten wir ja unsere Aktivitäten. Und sich von Altem, Überholten oder Erstarrten zu verabschieden, ist sachlich notwendig, oft auch sehr wünschenswert. Dabei werden Traditionen wieder bewusst und erlebbar.

Und schön ist auch, dass Frauen als Pfarrerinnen heute genauso das Wort verkünden können, wie ihre männlichen Kollegen. Mit Freude sehen wir, dass sie auch in führenden Positionen wirken und Meinungen prägen.

Verbesserungswürdig dagegen scheint mir der Umgang mit Ehrenamtlichen. Von der Kirche zwar als unverzichtbar immer und immer wieder gepriesen, fehlt die Tat. Die Unterstützung, die den Worten folgen sollte, findet sich vor allem in Sonntagsreden. Diese bittere Pille mussten auch wir als Bundesverband schlucken. Der BVEA wurde massiv beschnitten, obwohl wir Arbeit oberhalb der Gemeindeebene leisten und Menschen zusammenführen. (Und verstehen können wir diese Politik nur begrenzt, bis heute sind die Wunden nicht verheilt.)

Christentum leben heißt für uns ganz persönlich, die Werte unserer Religion zu vertreten und sie in der Gemeinschaft zu leben. Es sind die Werte, die unsere Gesellschaft zusammenhalten.

Rundschau als Information erhalten!

Viele der Werte, die wir im umfangreichen und bunten Kreis der EKD vertreten, werden in dieser mit viel Herzblut entstandenen „Rundschau“ an- und ausgesprochen. Es soll zum Nachdenken und Mitmachen anregen.

Wir haben erfolgreich dafür gekämpft, dass es diese vorliegende Ausgabe der „Rundschau“ gibt und diese Zeitschrift weiterhin als Verbindungsglied der Landesverbände und ihrer einzelnen Mitglieder existieren kann.

Allen, die sich mit uns durch die aufkeimenden Probleme durchgearbeitet haben, sei an dieser Stelle herzlich gedankt. Ein Dank auch an diejenigen, die jetzt und in Zukunft die „Rundschau“ abonnieren, lesen und weitergeben und evtl. auch für sie werben.

Eure Bruni Bald

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