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BVEA - Rundschau Ausgabe 4 - 2006 - aus den Landesverbänden
afa Bayern - Kirche an den Brennpunkten
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aktionsgemeinschaft für arbeitnehmerfragen in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern

Kirche an den Brennpunkten

Auszüge: Stellungnahme der afa Bayern zur Aktion „Kirche vor Ort"

Die afa Bayern hat den synodalen Konsultationsprozess „Kirche vor Ort" von Anfang an als ein sinnvolles und wichtiges Instrument betrachtet - zum einen, weil damit die Möglichkeit verbunden ist, dass sich die Menschen der Kirchenbasis äußern können, zum anderen, weil so die in den vergangenen Jahren sehr auf Finanzielles, Instrumentelles und Organisatorisches reduzierte Diskussion in der Landeskirche wieder auf inhaltliche, auf religiöse und auf gesellschaftliche Fragen gerichtet wird.
Kirche im Bauwagen Bei der Vorstellung des Bauwagens „Kirche vor Ort" in Marktredtwitz: Pfarrer Christoph Schmidt, afa - Landesvorsitzender Karlheinz Seidel, Landesbischof Johannes Friedrich, Diakoniepräsident Ludwig Markert, OKR Helmut Hofmann

Der Landesvorstand der afa Bayern hat frühzeitig diese Bedeutung erkannt und einen eigenen Prozess begonnen, der selbst wiederum konsultativen Charakter hatte.
Der Landesvorstand hat die örtlichen afa-Strukturen, die einzelnen Kreise in den Städten sowie die afa-Bereiche in den sechs Kirchenkreisen gebeten, die Fragen der Landessynode zu beantworten und diese Ergebnisse in Wort und Bild festzuhalten.
Dadurch wurden insgesamt 15 Veranstaltungen durchgeführt, zum Teil in afa-Kreisen an ihren Orten (Schweinfurt, Weiden, Ingolstadt, Mellrichstadt, Maxhütte, Bad Neustadt a. d. Saale), zum Teil als übergreifende Veranstaltungen für die Kirchenkreise (Kulmbach, Schweinfurt, Sulzbürg, Nürnberg, Beilngries, Augsburg, München, Coburg).

Konkrete Fragen - konkrete Antworten

1. Wie stellen Sie sich das Miteinander von Haupt- und Ehrenamtlichen vor?

Haupt- und Ehrenamtliche sollen in partnerschaftlicher Weise miteinander arbeiten. Die Arbeitsaufträge, die damit verbundenen Arbeitsschritte und insbesondere deren Verteilung müssen explizit miteinander abgesprochen sein.

Verantwortlichkeiten müssen eindeutig definiert werden, auch wenn das Zeit und Energie kostet. Dabei sollten unter Berücksichtigung von Neigung und Eignung Ehrenamtliche eigenverantwortlich Aufgaben übernehmen...

In jedem Fall ist das ehrenamtliche Potenzial der Landeskirche stärker in den Blick zu nehmen.

Das gegenseitige Verhältnis darf sich weder in Bevormundung noch in Geringschätzung ausdrücken; beide Seiten müssen mehr denn je in der Lage sein, sich in die Situation des/der Anderen zu versetzen. Ehrenamt und Hauptamt sind gleichberechtigt, aber auch jeweils eigenberechtigt!

Vor Ort können auftretende Spannungen zwischen Ehren- und Hauptamt am besten gelöst werden. Vor Ort können Ehrenamtliche durch ihre Netzwerke und Kontakte zu anderen Organisationen (z.B. Gewerkschaft, Sozialverbände, Parteien, Bürgerinitiativen usw.) besonders effektiv tätig werden.

2. Wie wirkt es sich bei ihnen aus, dass wir im Ganzen weniger bezahltes Personal haben?

Die Reduzierung hauptamtlichen Personals führt zu schmerzlichen Einschränkungen, insbesondere in flächenintensiven Arbeitsgebieten.

Für die afa ist damit ganz konkret die weitere Existenz von Kreisen gefährdet, mögliche Neugründungen sind so gut wie unmöglich. Damit ist der missionarische Auftrag der afa in Gefahr.

...Eine weitere Ausdünnung der Hauptamtlichen-Struktur würde die Lebensfähigkeit unserer ehrenamtlichen Organisation erheblich beeinträchtigen. Schließlich treten wir für eine verbesserte gesellschaftliche und finanzielle Anerkennung ehrenamtlicher Arbeit ein(z.B. steuerliche Absetzbarkeit, Rentenansprüche …).

3. Geben wir die richtigen Antworten auf die Herausforderungen unserer Gesellschaft?

Nein, denn aus unserer Perspektive werden viele Herausforderungen nicht beantwortet oder in ihrer Tragweite ernst genommen, vor allem Fragen aus der Arbeitswelt.

Wir wünschen uns eine Kirche und eine Kirchenleitung, die die langjährige Erfahrung und das Wissen ihrer eigenen Einrichtungen wie KDA und afa in diesem Bereich besser nutzen, auf die Betroffenen zugehen und sich deren Problemen annehmen.

Die Massivität der Veränderungen in Wirtschaft und Arbeitswelt erfordert ein präzises und konkretes Einmischen der Kirche - als Vorbild, wie man es besser machen kann (Glaubwürdigkeit), als Mahner, um menschengerechtes und ethisches Handeln einzufordern und als Korrektiv, das sich mit gesellschaftlichen Alternativvorschlägen in eine oft rein ökonomische Debatte einmischt!

Kirche „vor Ort" wörtlich nehmen, bedeutet:

  • kein Ausweichen bei Problemen wie Firmenschließungen oder -verlagerungen,
  • präsent sein, wo die (einfachen) Menschen sind und deren Interessen wahrnehmen,
  • kein Rückzug aus der Fläche, stattdessen eine fantasievolle Suche nach besseren Lösungen,
    z.B. mobilen Kirchen wie unser Bauwagen.

Dafür ist die afa dann eine sinnvolle Ergänzung - sie will und kann keine Konkurrenz oder Ersatz sein!

Für den afa-Landesvorstand: Martin Becher, afa-Geschäftsführer


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