Voraussichtlich innerhalb eines Jahres sollen das Gemeindehaus im Kellerskopfweg und das Gemeindehaus in der Blauländchenstraße verkauft werden; die Kirche mit angegliederten Gruppenräumen in der Rombergstraße soll erst nach der Errichtung des neuen Zentrums an die Reihe kommen.
Die sinkende Zahl von Gemeindegliedern und der damit verbundene Einbruch der Kirchensteuereinnahmen sind der Hauptgrund für die Veräußerungen und den Neubau. Wie in der gesamten evangelischen Landeskirche gibt es auch in Zeilsheim mehr Austritte als Wiedereintritte, mehr Sterbefälle als Taufen. Problem: Auf Grundlage der Zahl der Gemeindeglieder wird ermittelt, wie viele Gebäude mit wie viel Versammlungsfläche den Gemeinden zustehen. In Zeilsheim zum Beispiel gibt es zurzeit nur noch knapp 3.000 Protestanten, aus Kirchensteuermitteln finanziert wird daher nur der Unterhalt eines Gemeindezentrums mit etwa 180 Quadratmetern - für alles, was darüber hinausgeht, müssen die Gemeinden selbst aufkommen.
Für die Kirchenvorstände der beiden Zeilsheimer Gemeinden sei es „sehr schwer" gewesen, eine Entscheidung zu treffen, sagt Michael Scherer-Faller, seit November Pfarrer in Friedenau-Taunusblick. Dennoch sei nach reiflicher Überlegung einstimmig entschieden worden: „Wir wussten, wir würden eines der Gemeindehäuser abgeben müssen und haben uns - auch wenn es wehtat und Tränen geflossen sind - entschlossen, beide zu opfern, um etwas Gemeinsames, Neues zu schaffen."
Wann der erste Spatenstich erfolgen wird, ist indes noch unklar: Bevor konkrete Pläne geschmiedet werden können, müssen der Bauantrag genehmigt und andere bürokratische Hürden genommen werden. Fest steht aber schon, dass der Neubau mit dem Erlös aus dem Gebäudeverkauf finanziert werden soll.
Für Christen, die künftig einen weiteren Weg zur Kirche haben, soll es einen Fahrdienst geben, der mit ehrenamtlichem Engagement eingerichtet werden soll.
Ulrich Matthai, Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Zeilsheim, macht den Gemeindegliedern Mut: „Die Veränderungen sind notwendig, damit Kirche in Zeilsheim zukunftsfähig ist."
Christian Scheh, Höchster Kreisblatt


Marktredwitzer Bauwagen als materielle Symbol für „Kirche vor Ort" Kommt wie hier in Bayern bald das bewegliche Gemeindehaus ?
Die sinkende Zahl von Gemeindegliedern und der damit verbundene Einbruch der Kirchensteuereinnahmen sind der Hauptgrund für die Veräußerungen und den Neubau. Wie in der gesamten evangelischen Landeskirche gibt es auch in Zeilsheim mehr Austritte als Wiedereintritte, mehr Sterbefälle als Taufen. Problem: Auf Grundlage der Zahl der Gemeindeglieder wird ermittelt, wie viele Gebäude mit wie viel Versammlungsfläche den Gemeinden zustehen. In Zeilsheim zum Beispiel gibt es zurzeit nur noch knapp 3.000 Protestanten, aus Kirchensteuermitteln finanziert wird daher nur der Unterhalt eines Gemeindezentrums mit etwa 180 Quadratmetern - für alles, was darüber hinausgeht, müssen die Gemeinden selbst aufkommen.