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Sozialsekretär Norbert Feulner vom Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt: Mensch vor Kapital

Sozialsekretär Norbert Feulner vom evangelischen kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt referierte im evangelischen Gemeindehaus zum Thema „Mindestlohn". Die Aktionsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (afa), Sektion Weiden und Weiherhammer, hatte eingeladen und beteiligte sich engagiert an der Debatte um die Forderung nach einem Mindestlohn.

„Fragen der Gerechtigkeit haben wieder Konjunktur. Das ist aber auch schon das einzig positive Signal in einer gerade erst beginnenden Debatte, in der endlich der Mensch und nicht das Kapital in den Mittelpunkt von politischen Entscheidungen rücken muss", sagte Feulner. Allerdings wolle sich jeder mit Gerechtigkeitsfragen schmücken, gab der Sozialsekretär zu bedenken.

Besondere Kritik übt er an den bürgerlichen Parteien, die Befähigungs- und Verteilungsgerechtigkeit gegeneinander ausspielten: „Erst eine ausreichende materielle Unterfütterung schafft einen sozialen Ausgleich und bietet die Chance zur Nutzung von Fähigkeiten."

Kaufkraft stärken

Eine Teilnehmerin verlangt deshalb nach einem Maßstab für Gerechtigkeit. Arbeit müsse ein menschenwürdiges Auskommen sichern können, deshalb sei eine verbindliche Lohnuntergrenze dringend erforderlich. Über die Notwendigkeit der Auseinandersetzung und der Forderung nach einem Mindestlohn gebe es angesichts der dramatischen Zahlen keinen Zweifel.

„Rund drei Millionen Menschen haben Arbeit und sind trotzdem arm, weil ihr monatliches Nettoeinkommen weniger als 940 Euro beträgt. Dieser Betrag liegt noch unterhalb der Pfändungsfreigrenze von 985 Euro. Rund eine Million Berufstätige erhielten Aufstockungsleistungen nach Hartz IV, davon seien 400.000 Vollzeiterwerbstätige. Zwei von drei Geringverdienern haben eine Berufsausbildung oder sogar ein Studium."

Verbindliche Lohnuntergrenze gefordert

Als evangelische Arbeitnehmerorganisation folge die afa einer vorrangigen Option für die Armen, Schwachen und Benachteiligten. Aus deren Perspektive von unten sind Entscheidungen von Politik und Wirtschaft zu beurteilen. Die weit verbreitete Stimmung, wonach Arbeit Suchende unter Sozialbetrugsverdacht stünden, stelle eine Herausforderung dar. Feulner: „Vereinfachungen, Verallgemeinerungen und Herabwürdigungen muss deshalb entschlossen entgegengetreten werden."

Beim Vorgehen für einen armutsfesten Mindestlohn wird die afa sich mit anderen Arbeitnehmerorganisationen und sozialen Bewegungen abstimmen. Ziel sei es auch, die innerkirchliche Öffentlichkeit für dieses Thema zu sensibilisieren. Mindestlöhne stärken die Kaufkraft und beleben dadurch die Binnenkonjunktur.

afa-Pfarrer Hans-Peter Pauckstadt-Künkler aus Rothenstadt gab sich hartnäckig: „Wir werden an diesem Thema dran bleiben."

afa Bayern

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Pfarrer fürs Soziale Neuer Leiter des Kirchlichen Dienstes Arbeitswelt in Bayern Der evangelische Pfarrer Johannes Rehm ist bei einem Gottesdienst in der Gustav-Adolf-Kirche in sein neues Amt als Leiter des Kirchlichen Dienstes in der Arbeitswelt eingeführt worden.
Die „Sozialpfarrer" suchen den Kontakt zu Arbeitgebern und Unternehmern ebenso wie sie sich als Begleiter und Anwälte von Arbeitnehmern verstehen. „Wir wollen eher Verbindungen herstellen und sehen unser Engagement in der ganzen Spannbreite", erläuterte Oberkirchenrat Helmut Hofmann vom Landeskirchenrat. Und entgegen verbreiteter Vorstellungen, habe die Kirche für die Akteure im gesellschaftlich-wirtschaftlichen Geschehen „keine Antworten", sondern nur „Fragen an die Entscheidungsträger".mehr...

Brief von Karlhein Seidel an Dr. Rehm Sehr geehrter Herr Sozialpfarrer Dr. Rehm, liebe Ehrenamtliche aus der afa, liebe Mitarbeitende aus dem KDA ! Probleme schweißen Ehrenamtliche und Hauptamtliche zusammen: Karlheinz Seidel, Vorsitzender der afa Bayern gratuliert Pfarrer Johannes Rehm zur neuen Aufgabe Als afa-Landesvorsitzender möchte ich Dich, lieber Johannes, in Deiner neuen Tätigkeit als Leiter des Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt in der evangelisch-lutherischen Kirche in Bayern ganz herzlich willkommen heißen! Du bist ja mittlerweile acht Wochen „im Dienst" und hast vorher die Zeit für eine intensive Vorbereitung genutzt - das gab uns bereits Gelegenheiten zur Zusammenarbeit! mehr...

 

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