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____________________...Archiv aus den Landesverbänden

BVEA Rundschau der Evangelischen Arbeitnehmer Ausgabe 1 - 2006


RAKÜ e.V.
"Rahvusvaheline Noorte ja Täishasvanute Arendus - ja Kohtumisühing/Tallinn Eesti"
Verein zur Förderung internationaler Beziehungen in der Jugend- und Erwachsenenbildung - Begegnungszentrum Tallinn Estland e.V. Sitz in Hamburg
e-mail:rakue@bvea.de - homepage: www.rakue.de

Neue Möglichkeiten und Wege im erweiterten Europa
Zehn Jahre Existenz des RAKÜ in Estland und in Deutschland

"Wenn dein Kind dich morgen fragt" Das war die Losung des 30. Evangelischen Kirchentages in Hannover, zweifellos das bedeutendste Ereignis dieses Jahres für uns Protestanten, für den Bundesverband Evangelischer Arbeitnehmerorganisationen e.V. und damit auch für den RAKÜ e.V.. Weckt dieses Geleitwort Erinnerungen an Ereignisse, die für unseren Verein wichtig waren oder vielleicht morgen Bedeutung erlangen könnten?

Nach zehn Jahren Existenz des RAKÜ in Estland und in Deutschland wird mir das eigentlich Neue nach der Wende bei uns und mit der Unabhängigkeit der baltischen Staaten wieder bewusst. Die Auswirkungen bis in unsere Gegenwart und wohl auch noch in der Zukunft sind so komplex, dass der Traum von einfachen Lösungen nach dem Zusammenbruch des real existierenden Sozialismus nur kurz sein konnte.

Aus den sozialistischen Sowjetrepubliken im Baltikum wurden wieder unabhängige Länder, die jetzt in der EU unsere Partner sind. In Europa sprechen wir nun auf gleicher Augenhöhe miteinander. Und das Wichtigste: Wir verstehen uns auf Anhieb!
Die in unserer Satzung verankerte Förderung internationaler Jugend- und Erwachsenenbildung ist ein Rahmen, eine dauernde Verpflichtung zu entsprechenden Aktivitäten. Gefragt sind vernetzte Lösungen, Förderung von Dialogen, kultureller sowie auch religiöser Pragmatismus und die intensive Belebung zivilgesellschaftlicher Strukturen der beteiligten Länder.
Dazu dienen Bildungsreisen, Begegnungen einzelner Mitglieder bzw. Gruppen, Austausch von jungen Menschen im Zuge ihrer Aus- oder Fortbildung und schließlich die Auswertung der jeweiligen Ergebnisse in den deutschen oder ausländischen öffentlichen Medien.

Noch mehr Nachrichten - vielleicht für den einzelnen Hörer oder Leser im Moment ohne einen persönlichen Informationswert - noch mehr Aufrufe und vor allem Bilder? Das führt erfahrungsgemäß dazu, dass sich unsere Mitmenschen mehr damit beschäftigen, für sie vermeintlich unwichtige Informationen von den wichtigen zu trennen, als mit den eigentlichen Inhalten der Botschaften. Wie also sollen wir durchdringen und uns Gehör verschaffen bei Menschen, die wir als Mitglieder gewinnen möchten?
Die Werbestrategen sagen: Der Mensch setzt sich nur mit Informationen auseinander, die er in ihrer Aussage sogleich versteht und als für sich wichtig erkennt. Was tut also die Werbung? Sie bemüht sich, Versprechungen zu geben. Ein Beispiel: Ein Kosmetikhersteller formulierte es so: "In unserer Fabrik produzieren wir Cremes, aber über den Ladentisch verkaufen wir Hoffnung."

Das sollten wir auch tun! Und zwar, indem wir als RAKÜ e.V. in unseren Antworten auf die eingangs gestellte Losungsfrage außer Hinweisen auf unsere Programme stets dem Gebot Geltung verschaffen: "Du sollst Gott lieben von ganzem Herzen, und deinen Nächsten wie dich selbst!"

Abschließend möchte ich noch einmal daran erinnern, dass der RAKÜ am 13. März 1995 in Tallinn und dann am 30. März 1995 als deutsche Sektion in Hamburg gegründet worden ist.

Im Mittelpunkt der Tätigkeiten des RAKÜ steht die Begegnung von Menschen, die helfen soll, voneinander zu lernen, Vorurteile abzubauen sowie Freundschaft und Frieden zu entwickeln.
Lasst uns diesen Weg fortsetzen. Es gibt noch Bereiche, in denen unser Verein neue Kontakte herstellen könnte, z.B. in den übrigen osteuropäischen EU-Beitrittsländern.
Mit Litauen wollen wir im kommenden Jahr einen Anfang machen.
Klaus Reinhardt, Stv.Vorsitzender des RAKÜ e.V.