Bundesverband Evangelischer Arbeitnehmerorganisationen e.V.Auguststr. 80, 10117 Berlin - Mitte, Tel. 030/28395151, Fax: 030/28395157
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____________________...Archiv aus den Landesverbänden
BVEA Rundschau der Evangelischen Arbeitnehmer Ausgabe 1 - 2006
RAKÜ e.V.
"Rahvusvaheline Noorte ja Täishasvanute Arendus - ja Kohtumisühing/Tallinn Eesti"
Verein zur Förderung internationaler Beziehungen in der Jugend- und Erwachsenenbildung
- Begegnungszentrum Tallinn Estland e.V. Sitz in Hamburg
e-mail:rakue@bvea.de - homepage: www.rakue.de
Neue Möglichkeiten und Wege im erweiterten Europa
Zehn Jahre Existenz des RAKÜ in Estland und in Deutschland
Nach zehn Jahren Existenz des
RAKÜ in Estland und in Deutschland wird mir das eigentlich Neue nach der Wende bei
uns und mit der Unabhängigkeit der baltischen Staaten wieder bewusst. Die Auswirkungen
bis in unsere Gegenwart und wohl auch noch in der Zukunft sind so komplex, dass
der Traum von einfachen Lösungen nach dem Zusammenbruch des real existierenden Sozialismus
nur kurz sein konnte.
Aus den sozialistischen Sowjetrepubliken im Baltikum wurden wieder unabhängige Länder,
die jetzt in der EU unsere Partner sind. In Europa sprechen wir nun auf gleicher
Augenhöhe miteinander. Und das Wichtigste: Wir verstehen uns auf Anhieb!
Die in unserer Satzung verankerte Förderung internationaler Jugend- und Erwachsenenbildung
ist ein Rahmen, eine dauernde Verpflichtung zu entsprechenden Aktivitäten. Gefragt
sind vernetzte Lösungen, Förderung von Dialogen, kultureller sowie auch religiöser
Pragmatismus und die intensive Belebung zivilgesellschaftlicher Strukturen der beteiligten
Länder.
Dazu dienen Bildungsreisen, Begegnungen einzelner Mitglieder bzw. Gruppen, Austausch
von jungen Menschen im Zuge ihrer Aus- oder Fortbildung und schließlich die Auswertung
der jeweiligen Ergebnisse in den deutschen oder ausländischen öffentlichen Medien.
Noch mehr Nachrichten - vielleicht für den einzelnen Hörer oder Leser im Moment
ohne einen persönlichen Informationswert - noch mehr Aufrufe und vor allem Bilder?
Das führt erfahrungsgemäß dazu, dass sich unsere Mitmenschen mehr damit beschäftigen,
für sie vermeintlich unwichtige Informationen von den wichtigen zu trennen, als
mit den eigentlichen Inhalten der Botschaften. Wie also sollen wir durchdringen
und uns Gehör verschaffen bei Menschen, die wir als Mitglieder gewinnen möchten?
Die Werbestrategen sagen: Der Mensch setzt sich nur mit Informationen auseinander,
die er in ihrer Aussage sogleich versteht und als für sich wichtig erkennt. Was
tut also die Werbung? Sie bemüht sich, Versprechungen zu geben. Ein Beispiel: Ein
Kosmetikhersteller formulierte es so: "In unserer Fabrik produzieren wir Cremes,
aber über den Ladentisch verkaufen wir Hoffnung."
Das sollten wir auch tun! Und zwar, indem wir als RAKÜ e.V. in unseren Antworten
auf die eingangs gestellte Losungsfrage außer Hinweisen auf unsere Programme stets
dem Gebot Geltung verschaffen: "Du sollst Gott lieben von ganzem Herzen, und deinen
Nächsten wie dich selbst!"
Abschließend möchte ich noch einmal daran erinnern, dass der RAKÜ am 13. März 1995
in Tallinn und dann am 30. März 1995 als deutsche Sektion in Hamburg gegründet worden
ist.
Im Mittelpunkt der Tätigkeiten des RAKÜ steht die Begegnung von Menschen, die helfen
soll, voneinander zu lernen, Vorurteile abzubauen sowie Freundschaft und Frieden
zu entwickeln.
Lasst uns diesen Weg fortsetzen. Es gibt noch Bereiche, in denen unser Verein neue
Kontakte herstellen könnte, z.B. in den übrigen osteuropäischen EU-Beitrittsländern.
Mit Litauen wollen wir im kommenden Jahr einen Anfang machen.
Klaus Reinhardt, Stv.Vorsitzender des RAKÜ e.V.