RAKÜ e.V.
"Rahvusvaheline Noorte ja Täishasvanute Arendus - ja Kohtumisühing/Tallinn Eesti"
Verein zur Förderung internationaler Beziehungen
in der Jugend- und Erwachsenenbildung
- Begegnungszentrum Tallinn Estland e.V. Sitz in Hamburg
e-mail:rakue@bvea.de -
homepage: www.rakue.de
Neue Möglichkeiten und Wege im erweiterten Europa
Zehn Jahre Existenz des RAKÜ in
Estland und in Deutschland
"Wenn dein Kind dich morgen fragt"
Das war die Losung des 30. Evangelischen Kirchentages in Hannover, zweifellos
das bedeutendste Ereignis dieses Jahres für uns Protestanten, für den Bundesverband
Evangelischer Arbeitnehmerorganisationen e.V. und damit auch für den RAKÜ e.V..
Weckt dieses Geleitwort Erinnerungen an Ereignisse, die für unseren Verein wichtig
waren oder vielleicht morgen Bedeutung erlangen könnten?
Nach zehn Jahren Existenz des RAKÜ in Estland und in Deutschland wird mir
das eigentlich Neue nach der Wende bei uns und mit der Unabhängigkeit der baltischen
Staaten wieder bewusst. Die Auswirkungen bis in unsere Gegenwart und wohl auch
noch in der Zukunft sind so komplex, dass der Traum von einfachen Lösungen nach
dem Zusammenbruch des real existierenden Sozialismus nur kurz sein konnte.
Aus
den sozialistischen Sowjetrepubliken im Baltikum wurden wieder unabhängige Länder,
die jetzt in der EU unsere Partner sind. In Europa sprechen wir nun auf gleicher
Augenhöhe miteinander. Und das Wichtigste: Wir verstehen uns auf Anhieb!
Die in unserer Satzung verankerte Förderung internationaler Jugend- und Erwachsenenbildung
ist ein Rahmen, eine dauernde Verpflichtung zu entsprechenden Aktivitäten. Gefragt
sind vernetzte Lösungen, Förderung von Dialogen, kultureller sowie auch religiöser
Pragmatismus und die intensive Belebung zivilgesellschaftlicher Strukturen der
beteiligten Länder.
Dazu
dienen Bildungsreisen, Begegnungen einzelner Mitglieder bzw. Gruppen, Austausch
von jungen Menschen im Zuge ihrer Aus- oder Fortbildung und schließlich die
Auswertung der jeweiligen Ergebnisse in den deutschen oder ausländischen öffentlichen
Medien.
Noch mehr Nachrichten - vielleicht für den einzelnen Hörer oder Leser im
Moment ohne einen persönlichen Informationswert - noch mehr Aufrufe und vor
allem Bilder? Das führt erfahrungsgemäß dazu, dass sich unsere Mitmenschen mehr
damit beschäftigen, für sie vermeintlich unwichtige Informationen von den wichtigen
zu trennen, als mit den eigentlichen Inhalten der Botschaften. Wie also sollen
wir durchdringen und uns Gehör verschaffen bei Menschen, die wir als Mitglieder
gewinnen möchten?
Die Werbestrategen sagen: Der Mensch setzt sich nur mit Informationen auseinander,
die er in ihrer Aussage sogleich versteht und als für sich wichtig erkennt.
Was tut also die Werbung? Sie bemüht sich, Versprechungen zu geben. Ein Beispiel:
Ein Kosmetikhersteller formulierte es so: "In unserer Fabrik produzieren wir
Cremes, aber über den Ladentisch verkaufen wir Hoffnung."
| Förderung von Dialogen, kulturellem sowie auch
religiösem Pragmatismus |
Das sollten wir auch tun! Und zwar, indem wir als RAKÜ e.V. in unseren Antworten
auf die eingangs gestellte Losungsfrage außer Hinweisen auf unsere Programme
stets dem Gebot Geltung verschaffen: "Du sollst Gott lieben von ganzem Herzen,
und deinen Nächsten wie dich selbst!"
Abschließend
möchte ich noch einmal daran erinnern, dass der RAKÜ am 13. März 1995 in Tallinn
und dann am 30. März 1995 als deutsche Sektion in Hamburg gegründet worden ist.
Im Mittelpunkt der Tätigkeiten des RAKÜ steht die Begegnung von Menschen,
die helfen soll, voneinander zu lernen, Vorurteile abzubauen sowie Freundschaft
und Frieden zu entwickeln.
Lasst uns diesen Weg fortsetzen. Es gibt noch Bereiche, in denen unser Verein
neue Kontakte herstellen könnte, z.B. in den übrigen osteuropäischen EU-Beitrittsländern.
Mit Litauen wollen wir im kommenden Jahr einen Anfang machen.
Klaus Reinhardt, Stv.Vorsitzender des RAKÜ e.V.

|