Evangelische Arbeitnehmer wählen
neuen Bundesvorstand
Die Vertreter aller ehrenamtlichen
evangelischen Arbeitnehmerverbände in Deutschland, geeint unter dem Dach des
BVEA, trafen sich zu ihrer 8. ordentlichen Delegiertenversammlung. Auf der Delegiertenversammlung
des BVEA am 18./19.02.06 in Goslar verabschiedeten die Delegierten eine Resolution
zum Kombilohn.

v.l.: Wolfgang Heinze, Brunhild Bald, Dr. Christian Homrichhausen, Eva-Maria
Kramer, Hans-Joachim Bieletzki, Werner Künkler, Matthias Gehlhar - Bundesgeschäftsführer,
hinten: Günter Freudenberg
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Die jüngste Entwicklung in unserem
Land verdeutlicht, dass wichtige Mitbestimmungs- und Beteiligungsrechte der
Arbeitnehmerschaft in unseren Betrieben in Gefahr sind. Internationaler Wettbewerbsdruck,
der Trend zur Politik der Deregulierung, des Sozialabbaus und des Unterlaufens
von gesetzlichen und tarifvertraglichen Schutzrechten verursachen diese Entwicklung.
Von den Betriebsräten und Betriebsrätinnen wird eine Menge verlangt. Realitätssinn,
Sachkompetenz, vernetztes Denken, Verantwortungsbewusstsein, Konfliktfähigkeit
und auch Kompromissbereitschaft.
Wie in der Satzung des BVEA festgelegt,
wurde nach 4jähriger Amtszeit ein neuer Vorstand gewählt.
Zur Vorsitzenden des Bundesvorstands
des BVEA wurde Brunhild Bald gewählt. Sie nimmt nun wiederum für vier Jahre
die Geschicke des Verbandes in die Hand.
Stellvertretender Bundesvorsitzender
wurde wieder Werner Künkler, EAB Nordrhein-Westfalen.
Weitere Mitglieder des neuen Bundesvorstands:
Wolfgang Heinze, ESA Württemberg, Dr. Christian Homrichhausen, Theologischer
Berater des BVEA, Hans-Joachim Bieletzki, EAN Berlin-Brandenburg, Eva-Maria
Kramer, RAKÜ e.V. und Günter Freudenberg, EAN Braunschweig.
Somit hoffen wir in naher Zukunft
mit einem schlagkräftigen Vorstand die Interessen der uns angeschlossenen Landesverbände
vertreten zu können.
Angesichts der weiteren Entfaltung der modernen Ökonomie und des Wandels der
Gesellschaft betonte Brunhild Bald, wie notwendig ein Beitrag der evangelischen
Organisationen aus christlich-ethischer Sicht zu leisten ist, damit menschenwürdige
Arbeitsbedingungen erhalten werden können.
Evangelische Arbeitnehmer stehen
auf der Seite derer, die für Solidarität und Gerechtigkeit streiten.
Der Vorstand und die Delegiertenversammlung
des BVEA sind überzeugt, dass die Synodalen und der Rat der EKD die vom BVEA
geleistete Arbeitnehmerarbeit schätzen und diese daher auch weiter fördern werden.
Gerade in der heutigen Zeit der mangelnden
Vorbilder und der sich wandelnden Werte ist eine ethische Arbeit ein unerlässlicher
Baustein für die Entwicklung der Gesellschaft.
Einig war man sich, dass die christlich-ethischen Vorstellungen in der Politik
wieder eine maßgebende Rolle spielen müssen, da sonst der solidarische Gedanke
unserer Gesellschaftsorganisation verspielt wird.
Das Problem der Massenarbeitslosigkeit ist nur mit einer gemeinsamen Kraftanstrengung
und einer ideologiefreien Diskussion lösbar.
Goslar im März 2006

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