Wirtschaft
Unterstützung der Streikenden
Solidaritätsschreiben an die Kollegen
und Kolleginnen der AEG in Nürnberg
Auf diesem Wege überbringen wir die
solidarischen Grüße zu eurem Arbeitskampf vom Bundesvorstand des Bundesverbandes
Evangelischer Arbeitnehmerorganisationen e.V.. Wir wünschen euch viel Kraft
und Ausdauer in eurem gerechten Kampf und ein hoffentlich positives Ergebnis
für die Kolleginnen und Kollegen.
Die Vertreter der evangelischen Arbeitnehmerorganisationen in Deutschland empfinden
die Entwicklungen in unserer Wirtschaft unerträglich, und als Beispiel taugt
das Verhalten der Konzernleitung der AEG genauso wie das Management von Siemens.
Generell lässt sich feststellen, dass eine Hinwendung zum Shareholder-Value
mittel- und langfristige Planungen in Betrieben fast unmöglich macht. Früher
ging es Unternehmen darum, Mitarbeiter angemessen am Erfolg zu beteiligen. Heute
ist das oberste Ziel die Erwartungen von Investoren zu erfüllen. Auch wir befürchten
schon seit längerem, das aus diesem Konfrontationskurs des Managements eine
Wut der Arbeitnehmer entstehen wird, denen unverständlich ist, trotz Milliardengewinnen
Arbeitsplätze abzubauen.
Da zu befürchten ist, dass sich der Arbeitsplatzabbau dynamisch fortsetzen wird,
suchen auch wir nach einer Lösung wie diese Wirtschaftsform Wohlstand und Soziale
Gerechtigkeit zukünftig unter einen Hut bringen will. Eines ist sicher: Eine
Wirtschaft, die den Menschen keine Vorteile mehr bringt, hat keine Zukunft.
Deshalb bleibt den Arbeitnehmern nur die harte Hand, um den Kapitalgebern deutlich
zu machen, dass die Wirtschaft für die Menschen da ist und nicht umgekehrt.
Mit solidarischen Grüßen hoffen wir auf einen positiven Abschluss eurer Verhandlungen.
Bundesvorstand des
BVEA

|
Inhalt BVEA-Archiv 1-2006
Presse:
Inhalt Archiv
1-2006 aus den Landesverbänden: |