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BVEA Rundschau der Evangelischen Arbeitnehmer Ausgabe 4 - 2005
Archiv 4-2005 ...aus den Landesverbänden...
afa Thüringen
Aktionsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen in der Evangelisch-Lutherischen Kirche
in Thüringen
Hilfe für Bürger aller Schichten
der Bevölkerung
Besuch des Thüringer Landesbischofs, Prof. Dr. Christoph Kähler, im
"Offenen Evangelischen Bürgerbüro" in Neuhaus am Rennweg
Im September besuchte der Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Thüringen
das soziale Projekt "Offenes Evangelisches Bürgerbüro" in Neuhaus am Rennweg, das
in seiner Art einzigartig in Thüringen ist. Dabei führte er ein Infogespräch mit
dem Landesvorstand der ehrenamtlichen Aktionsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen
in der Ev.-Luth. Kirche in Thüringen (afa).
An diesem Arbeitsgespräch nahmen der Vorsitzende des afa-Landesvorstandes Walter
Müller, sein Stellvertreter Udo Eichel, afa-Pfarrer Dieter Sommer, der Sozialsekretär
und Leiter des Projektes, Roland Walther, sowie die Mitarbeiterin Evelin Walter
teil.
Der Landesbischof investierte viel Zeit, um sich vor Ort über das umfangreiche Aufgabengebiet
der Mitarbeiter, die Beratungsangebote für hilfesuchende Bürger im Offenen Evangelischen
Bürgerbüro und über Aufgaben und Ziele der afa Thüringen zu informieren.
Nach den Worten der Besinnung durch afa-Pfarrer Dieter Sommer gab Roland Walther
einen Überblick über geleistete und neue Aktivitäten, Aufgaben und Zielstellungen
der afa-Arbeit in den afa-Kreisen und im Landesvorstand. Dabei interessierten den
Landesbischof besonders die Arbeitsinhalte und Themen der afa, die Partner, Organisationen,
mit denen die afa eng zusammenarbeitet, sowie das Ehrenamtsengagement von afa-Freunden.
Landesbischof Kähler berichtete dann ausführlich über die finanzielle Lage der Landeskirche
sowie über Perspektiven der EKM bis 2012. Anschließend gab die Mitarbeiterin im
sozialen Projekt Offenes Evangelischen Bürgerbüro, Evelin Walter, ausführliche Informationen
über ihr umfangreiches Aufgabengebiet, zur unkomplizierten Anlaufstelle für ratsuchende
Bürger, das oft über das Normale hinausgeht und viel Einfühlungsvermögen und Sachverstand
voraussetzt.
Bei der Klärung der Problemfälle je nach Art des Anliegens geht es um Hilfen zur
Selbsthilfe. Zur Problemlösung wird eng mit Behörden und Einrichtungen des Landkreises
Saalfeld/Rudolstadt, Sonneberg, der Arbeitsagentur, Gewerkschaftsvertretern, Verbraucherzentralen,
Bausparkassen, Schuldnerberatungsstellen u. a. zusammen gearbeitet.
Seit der Eröffnung dieses Projektes im März 2002 ist ein ständiger Zulauf von Bürgern
aus allen Schichten der Bevölkerung zu verzeichnen, die sich in Ausweg- und Hilflosigkeit
bei den verschiedensten Problemen befinden.
Besondere Schwerpunktanliegen von Bürgern sind u. a. drohende Kündigungen, Kündigungsfristen,
ausstehende Lohnzahlungen, Rentenauskünfte, Fragen zu Schulden allgemein, Anspruch
auf Arbeitslosengeld II, Wohngeld, Kindergeld, Mobbing am Arbeitsplatz, Krankenversicherungsfragen,
Insolvenzverfahren, drohende Hausversteigerungen, Hilfe beim Ausfüllen von Antragsformularen,
bei Formulierung von Briefen an Arbeitgeber, Widerspruchsvordrucken.
Angesichts hoher Massenarbeitslosigkeit, verbunden mit Verzweiflung, zerstörtem
Selbstwertgefühl und Angst, kommen Betroffene oft mit der Vorstellung zu uns, dass
die Kirche, also das Offene Evangelische Bürgerbüro, ihre letzte Anlaufstelle und
Hoffnung auf Hilfe ist.
Wir glauben, dass wir als Kirche mit diesem Projekt, welches sich seit mehr als
drei Jahren bewährt hat, eine große Aufgabe und Verantwortung haben, nämlich den
in Not geratenen Armen und Schwachen der Gesellschaft zu helfen. Der Landesbischof
zeigte sich beeindruckt von der afa-Arbeit, den umfangreichen Hilfestellungen und
der im Projekt geleisteten Arbeit.
Eine Zusage finanzieller Hilfe der Landeskirche konnte er nicht zusichern. Um diese
Arbeit erfolgreich fortsetzen zu können, benötigen wir finanzielle Unterstützung,
sind auf Spenden angewiesen und bitten um Spenden.