Aktionsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen
in der Evangelisch-Lutherischen Kirchein Thüringen
Hilfe
für Bürger aller Schichten der Bevölkerung
Besuch des Thüringer Landesbischofs,
Prof. Dr. Christoph Kähler, im
"Offenen Evangelischen Bürgerbüro" in Neuhaus am Rennweg
Im September besuchte der Landesbischof
der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Thüringen das soziale Projekt "Offenes
Evangelisches Bürgerbüro" in Neuhaus am Rennweg, das in seiner Art einzigartig
in Thüringen ist. Dabei führte er ein Infogespräch mit dem Landesvorstand der
ehrenamtlichen Aktionsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen in der Ev.-Luth. Kirche
in Thüringen (afa).
An diesem Arbeitsgespräch nahmen der Vorsitzende des afa-Landesvorstandes
Walter Müller, sein Stellvertreter Udo Eichel, afa-Pfarrer Dieter Sommer, der
Sozialsekretär und Leiter des Projektes, Roland Walther, sowie die Mitarbeiterin
Evelin Walter teil.
Der
Landesbischof investierte viel Zeit, um sich vor Ort über das umfangreiche Aufgabengebiet
der Mitarbeiter, die Beratungsangebote für hilfesuchende Bürger im Offenen Evangelischen
Bürgerbüro und über Aufgaben und Ziele der afa Thüringen zu informieren.
Nach den Worten der Besinnung durch afa-Pfarrer Dieter Sommer gab Roland Walther
einen Überblick über geleistete und neue Aktivitäten, Aufgaben und Zielstellungen
der afa-Arbeit in den afa-Kreisen und im Landesvorstand. Dabei interessierten
den Landesbischof besonders die Arbeitsinhalte und Themen der afa, die Partner,
Organisationen, mit denen die afa eng zusammenarbeitet, sowie das Ehrenamtsengagement
von afa-Freunden.
Landesbischof Kähler berichtete dann ausführlich über die finanzielle Lage
der Landeskirche sowie über Perspektiven der EKM bis 2012. Anschließend gab
die Mitarbeiterin im sozialen Projekt Offenes Evangelischen Bürgerbüro, Evelin
Walter, ausführliche Informationen über ihr umfangreiches Aufgabengebiet, zur
unkomplizierten Anlaufstelle für ratsuchende Bürger, das oft über das Normale
hinausgeht und viel Einfühlungsvermögen und Sachverstand voraussetzt.
Bei der Klärung der Problemfälle je nach Art des Anliegens geht es um Hilfen
zur Selbsthilfe. Zur Problemlösung wird eng mit Behörden und Einrichtungen des
Landkreises Saalfeld/Rudolstadt, Sonneberg, der Arbeitsagentur, Gewerkschaftsvertretern,
Verbraucherzentralen, Bausparkassen, Schuldnerberatungsstellen u. a. zusammen
gearbeitet.
Seit der Eröffnung dieses Projektes im März 2002 ist ein ständiger Zulauf von
Bürgern aus allen Schichten der Bevölkerung zu verzeichnen, die sich in Ausweg-
und Hilflosigkeit bei den verschiedensten Problemen befinden.
Besondere Schwerpunktanliegen von Bürgern sind u. a. drohende Kündigungen, Kündigungsfristen,
ausstehende Lohnzahlungen, Rentenauskünfte, Fragen zu Schulden allgemein, Anspruch
auf Arbeitslosengeld II, Wohngeld, Kindergeld, Mobbing am Arbeitsplatz, Krankenversicherungsfragen,
Insolvenzverfahren, drohende Hausversteigerungen, Hilfe beim Ausfüllen von Antragsformularen,
bei Formulierung von Briefen an Arbeitgeber, Widerspruchsvordrucken.
| Kirche oft als letzte
Hoffnung |
Angesichts hoher Massenarbeitslosigkeit, verbunden mit Verzweiflung, zerstörtem
Selbstwertgefühl und Angst, kommen Betroffene oft mit der Vorstellung zu uns,
dass die Kirche, also das Offene Evangelische Bürgerbüro, ihre letzte Anlaufstelle
und Hoffnung auf Hilfe ist.
Wir glauben, dass wir als Kirche mit diesem Projekt, welches sich seit mehr
als drei Jahren bewährt hat, eine große Aufgabe und Verantwortung haben, nämlich
den in Not geratenen Armen und Schwachen der Gesellschaft zu helfen. Der Landesbischof
zeigte sich beeindruckt von der afa-Arbeit, den umfangreichen Hilfestellungen
und der im Projekt geleisteten Arbeit.
Eine Zusage finanzieller Hilfe der Landeskirche konnte er nicht zusichern. Um
diese Arbeit erfolgreich fortsetzen zu können, benötigen wir finanzielle Unterstützung,
sind auf Spenden angewiesen und bitten um Spenden.
Roland Walther
Sozialsekretär/Geschäftsführer
afa-Landesverband

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Inhalt Achiv 4-2005 aus den Landesverbänden:
afa Bayern und afa
Thüringen
afa Thüringen
EAB NRW
EAG Bayern
EAN Baden
Inhalt BVEA-Archiv
4 -2005
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