Probleme, die unter den Nägeln brennen,
wurden erörtert: Betriebliche Mitbestimmung in Deutschland aber auch in Europa;
Mindestlöhne als Regulativ gegen steigende Armut; Verlust der Beitragsparität;
Rentenkassen, die mit ihren Nachrichten Unruhe verbreiten.
In entspannter und sachlicher Atmosphäre wurden Argumente ausgetauscht. Schröder
wies auf die eingeleiteten Veränderungen als Positivum hin. Der Versuch sozial
ausgewogen in neuem globalisierten Umfeld Wirtschaft und Gesellschaft auf die
neuen Bedingungen einzustellen kann nicht ohne Reibungsverluste funktionieren.
Brunhild Bald, Vorsitzende des BVEA verdeutlichte das Unbehagen in der Bevölkerung,
welches sich nach den Hartz-Reformen ausbreitet. Sie mahnte eine Vision an,
die unseren Menschen Mut und Hoffnung gibt.
Als Teilnehmer an den Sozialwahlen stellt der BVEA auch ehrenamtliche Richter
und Vertreter in den Widerspruchstellen der Sozialversicherungen. Solidarität
mit den Schwachen und solidarisches Handeln in den Betrieben ist oberstes Gebot.
Es ist festzustellen, dass die Arbeitnehmerinteressen immer mehr hinter denen
der Wirtschaft zurückstehen. Wirtschaft ist aber für die Menschen da und nicht
umgekehrt.
Gerhard Schröder räumte am Schluss noch mit einem Vorurteil auf, er sei den
Kirchen nicht verbunden. Er ist evangelisch und das ist gut so. Christlich-
ethische Werte sieht er im Grundgesetz aber auch in unserem Denken fest verankert.
Es liegt an uns, ob das auch spätere Generationen von sich sagen können.