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2-2005
Bundesverband
Zusammen gegen Rechts!
Delegiertenversammlung des BVEA /
Bundesvorsitzende kündigt politische Initiativen an
60 Delegierte aus 16 Landesverbänden trafen sich zum jährlichen Treffen der
Arbeitnehmerorganisationen in der sächsischen Metropole Leipzig.
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Dank für die bisher geleistete Arbeit und Mut für die Zukunft: Die
Bundesvorsitzende Brunhild Bald vor der Delegiertenkonferenz
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Trotz heftiger Kontroversen sind
die Delegierten aus Braunschweig
und Württemberg bester Laune.
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Die Situation in der Bundesrepublik nach den Reformen war wichtiger Diskurs
auf der Delegiertenversammlung. Brunhild Bald, Bundesvorsitzende des BVEA,
forderte die Vertreter der Wirtschaft auf, endlich auf die neuen Strukturen zu
reagieren und Arbeitsplätze zu schaffen. Für Kürzungen im sozialen Bereich
erkennen die evangelischen Arbeitnehmer keine Spielräume mehr.
Mit deutlicher Einhelligkeit wurde ein Antrag gegen rechte Gesinnung
verabschiedet. Mit Sorge beobachten die Mitglieder, dass Umgang und Sprache mit
der nationalsozialistischen Vergangenheit an Eindeutigkeit verliert.
Unglückliche Vergleiche im politischen Alltagsgeschäft sollten unter
Demokraten verpönt sein.
Mit Spannung wurde der Besuch von Oberkirchenrat Dr. Jens Kreuter erwartet. Im
Rahmen der Sparbemühungen unserer Kirche werden auch Strukturveränderungen
angedacht. Die evangelischen Arbeitnehmerorganisationen werden in ihrer Arbeit
anerkannt, die Höhe der Zuschüsse wird aber kaum zu halten sein. In Zukunft
bedarf es einer Struktur angepassten Arbeitsweise der Verbände und der
Geschäftsstelle in Berlin.
Die Organisationen stehen voll in den Bemühungen bei den diesjährigen
Sozialwahlen wieder ein gutes Ergebnis zu erreichen. Nur, wenn es gelingt, die
5% Hürde zunehmen, dürfen die christlichen Organisationen z.B. Plätze in den
Widerspruchstellen besetzten. Der Vorstand sprach allen Ehrenamtlichen, die mit
ihrem Einsatz ein Auftreten möglich machen, den besonderen Dank aus. Die
christlichen Organisationen gehen mit guten Chancen in das Rennen, zumal sie
sich ein klares Programm gegeben haben.
Unterschiedlichste Anträge wurden von der Versammlung diskutiert und
angenommen. Neben dem Hauptantrag gegen rechten Populismus im Land machten sich
mehrere Verbände Luft mit deutlichen Absagen an die unsoziale Komponente der
Sozialreformen. Aber auch eine generelle Forderung an die Wirtschaft, den
Versprechen von Arbeitsplätzen, auch Taten folgen zu lassen. Gleichzeitig warnen
die Mitglieder vor einer Verdrängung sozialversicherter Stellen durch
1-Euro-Jobs.
Auch in Brüssel sollen
Christen Flagge zeigen |
Mehrere Verbände haben die Kontakte nach Europa verstärkt. Die informativen
Besuche haben unter anderem auch die Tatsache erbracht, dass sich Deutschland im
Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuß -EWSA auf der Arbeitnehmerseite nur
von Kollegen des DGB oder Einzelgewerkschaftlern vertreten lässt. Die EWSA ist
das Vertretungsorgan "verschiedener wirtschaftlicher und sozialer Bereiche der
organisierten Zivilgesellschaft" und steht Parlament, Rat und Kommission
beratend zur Seite. Warum sollte, ähnlich der Kooperation in der ACA, nicht auch
ein Platz der acht Arbeitnehmervertreter an einen konfessionellen
Arbeitnehmervertreter gehen?
August Krüger, langjähriges Bundesvorstandsmitglied des BEA und
Landesvorsitzender Niedersachsen hat seine aktive Mitarbeit beendet. 30 Jahre
für die Sozialpolitik tätig geht im Norden eine Aera zu ende. Heinrich Abelmann
wird zunächst die Geschicke in Hannover leiten.
Eine personelle Veränderung in der Geschäftsstelle, die Mitarbeiterin
Anneliese Nippe ist im wohlverdienten Ruhestand, erzwingt eine Überprüfung
der Arbeiten der Geschäftsstelle. Jetzt mit 2 ganzen Stellen ausgestattet,
werden nicht mehr alle Wünsche erfüllt werden können. Die Tagung hat eines
auf jeden Fall deutlich gemacht. Die EAB; EAN oder AFA-Verbände des
BVEA sind kreativ und dynamisch an der Lösung der Probleme unseres Landes
beteiligt.
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