Inhalt BVEA - Archiv 4 - 2004:
Kurzinformationen
Inhalt der Rundschau BVEA 4-2004:

Liebe Leser und Leserinnen,
das Jahr ist vorbei. Allen
Mitstreitern im Sinne der Evangelischen Arbeitnehmerarbeit ein herzliches
Dankeschön.
Die Zeiten sind rauer geworden. Nicht nur in der Politik stehen im neuen Jahr
erhebliche Veränderungen an. Diese Ausgabe handelt noch einmal über die
Auswirkungen der neuen Arbeitsmarktpolitik, sicher auch im nächsten Jahr Anlass
für kritische Betrachtungen.
Die Kollegen und Kolleginnen der Landesverbände und der Bundesvorstand stehen in
den Vorbereitungen zur Sozialwahl 2005. Für Ehrenamtliche ist es gar nicht so
einfach sich gegen die Profis der anderen Bewerber durchzusetzen. Aber wir sind
zufrieden mit dem bisherigen Stand der Vorbereitungen. mehr...
Kündigungsschutz ist kein Spielball
Der BVEA ruft die Sozialpartner auf, die politischen Ambitionen, den
Kündigungsschutz aufzuweichen, mit aller Kraft abzulehnen und keine Tendenzwende
für das amerikanische Prinzip des "hire and fire" auch in Deutschland
zuzulassen.
Die konservativen Parteien versuchen die Zustimmung zu erhalten, radikale
Einschnitte am bestehenden Arbeitsrecht vorzunehmen. Es geht um die Wirtschafts-
und Sozialpolitik in der Zeit nach der nächsten Bundestagswahl. Dabei sind
massive Eingriffe in die Tarifstruktur und die Lockerung des Kündigungsschutzes
vorgesehen. Die "verbandliche Tarifbindung", also die allgemeine Verbindlichkeit
von Tarifverträgen, soll abgeschafft werden. mehr...
Gesellschaft im Aufbruch - Alles
erlaubt?
Betriebliche Mitbestimmung ist ein
notwendiges Regulativ
Helfende Hände
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Die Kirchen und die Christen sollten sich um Glaubensfragen kümmern. Den
Umgang mit harten Fakten und deren Beurteilung sollten sie getrost denen
überlassen, die etwas davon verstehen: den Wirtschaftswissenschaftlern,
Unternehmern, Börsianern, Wirtschaftspolitikern und ähnlichen ehrenwerten
Fachleuten. Das ist bei vielen gängige Meinung.
Dabei wird heute nirgendwo sonst so viel "geglaubt" wird wie in der Ökonomie.
Aus einer (wenn es denn wirklich so ist) glaubensschwächer werdenden Kirche
scheint der Glaube ausgewandert zu sein in die Hörsäle wissenschaftlicher
Verfechter der grenzenlosen Freiheit globalisierter Märkte, in die Chefetagen
von Banken und Großunternehmen, in die Lobbies der Parlamente und nicht zuletzt
in die Köpfe vieler politischer Verantwortungsträger. Allenthalben ist die
Forderung zu hören, man habe sich öffentlich und uneingeschränkt zur
Marktwirtschaft zu bekennen. mehr...
Arbeitsmarkt
Ein paar klärende Worte zu
Veränderungen bei Lohn und Arbeitszeit.
Dass sich am Standort Deutschland nichts bewegt, kann man
nach einem Blick auf das Jahr 2004 wohl nicht mehr behaupten. Gesetzliche
Vorgaben und Regelungen wurden entschärft. In zentralen Politikbereichen, wie in
der Lohn-, Arbeitszeit-, Sozial- und Arbeitsmarktpolitik (Hartz IV) fielen
Tabus- teilweise wurden heilige Kühe geschlachtet!
Der vorliegende Beitrag greift die Bereiche Lohn- und Arbeitszeitpolitik
heraus und widerspricht so mancher gängigen Meinung, wie sie heute von Presse,
Funk und Fernsehen - genährt durch Politik und Wissenschaft - verbreitet wird.
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Reformen
Erklärung des BVEA zu Sozialer
Marktwirtschaft und Globalisierung
Zunehmend wird von den Unternehmensverbänden sowie den Liberalen und
Konservativen in Deutschland ein scheinbarer Widerspruch zwischen Globalisierung
und sozialer Marktwirtschaft in Anspruch genommen.
Ganz konkret wird die Mitbestimmung als Irrweg bezeichnet bzw. als größte Bremse
für eine erfolgreiche und zukunftssichere Wirtschaftsentwicklung in der
Bundesrepublik. Nichts ist so gut, dass es nicht verbessert werden kann. Diese
Binsenweisheit gilt für die Mitbestimmung wie auch für die soziale
Marktwirtschaft insgesamt. mehr...
Deutscher Evangelischer Kirchentag in
Hannover
Die Plakatkampagne steht unter dem Motto "Engel werben für den Kirchentag 2005".
Der BVEA ist ebenfalls mit einem Stand vertreten und wird neben der
Selbstdarstellung Werbung für die Teilnahme an den Sozialwahlen machen.
"Wenn dein Kind dich morgen fragt." ist das Leitwort des 30. Deutschen
Evangelischen Kirchentages 2005 in Hannover. mehr...
Arbeitnehmertag des BVEA über die soziale Gerechtigkeit als qualitative Aussage
Drei Arbeitsgruppen stellten sich den Problemen bei den
Reformen. Karl Nothof, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Christlicher
Arbeitnehmerorganisationen (ACA) unterstrich in seinem Referat die Bedeutung der
Mitbestimmung und forderte entgegen der landläufigen Meinung eine Verbesserung
der Einflussmöglichkeiten.
Die AG Mensch und Arbeit unter Hans-Joachim Bieletzki hatte den
Eurobetriebsrat Wilfried Kuckelkorn zu Gast. Er erläuterte die Situation der
Gewerkschaften in der EU. Die Arbeitnehmerinteressen werden im gesamten
Parlament stiefmütterlich behandelt. Einfach zu wenig Fachleute sitzen in den
Fraktionen. Unsere betriebliche Mitbestimmung ist in den anderen Ländern kaum
als feste Größe einzuführen. Die EU-Gewerkschaften empfinden die Mitbestimmung
als Kette. mehr...
Im Mai 2005 finden die Sozialwahlen
statt.
Schon jetzt sind die Vorbereitungen in vollem Gange
Mancher wird sich fragen. Was
sind Sozialwahlen? Die Antwort darauf ist eigentlich einfach. Alle Träger der
sozialen Sicherung - Renten-, Kranken-, Unfall- und Pflegeversicherungen -
sind als Selbstverwaltung organisiert, die aus gewählten Vertretern der
Versicherten und der Arbeitgeber besteht. Hauptorgan der Selbstverwaltung
ist die Vollversammlung (z. B. Verwaltungsrat oder
Vertreterversammlung) aller gewählten Mitglieder.
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Allgemeines
Ehrenamt:
Niemand darf in der Übernahme oder Ausübung eines
Ehrenamtes behindert oder wegen der Übernahme oder Ausübung
eines solchen Amtes benachteiligt werden (§ 40 SGB IV).
Der Arbeitgeber hat den Versichertenvertreter von
der Arbeit frei zu stellen.
Der Versicherungsträger erstattet den Mitgliedern der
Selbstverwaltungsorgane sowie den Versichertenberatern ihre baren
Auslagen sowie den tatsächlich entgangenen
regelmäßigen Bruttoverdienst. mehr...
Pressemitteilungen
BVEA
Brunhild Bald
Der BVEA nimmt zur aktuellen
Erörterung um die Gesundheitsreform Stellung. Die Diskussion in den Medien hat
durch die Vorlage des Modells der CDU/CSU eine brisante Steigerung erhalten. Dem
BVEA ist bewusst, dass steigende Gesundheitskosten zu erwarten sind, weil die
Menschen älter werden und der medizinische Fortschritt wächst. Das
109-plus-60-Euro-Modell ist finanziell unsolide und löst keineswegs die Probleme
der Kassen und der Versicherten. Es ist im Kern eine Mogelpackung. Das Vorbild
Schweiz beweist die Unzulänglichkeiten (Beitragsanstieg in acht Jahren um
fünfzig Prozent). mehr...
Zunehmend wird in Deutschland von den Unternehmensverbänden, von Liberalen und
Konservativen die Mitbestimmung als Teil der Sozialen Marktwirtschaft abgelehnt
und angegriffen.
Die Mitbestimmung wird in Deutschland von Unternehmensverbänden, von der
liberalen und den konservativen Parteien neuerdings auch, also von der FDP und
der CDU/CSU als Irrweg bezeichnet bzw. als größte Bremse für eine erfolgreiche
und zukunftssichere Wirtschaftsentwicklung in der Bundesrepublik.
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BVEA Brunhild BALD
Entwurf /Resolution
Der BVEA ruft die Sozialpartner auf, die politischen Ambitionen, die zuletzt von
der CSU und CDU in dem Leitantrag für den kommenden Parteitag vorgelegt wurden,
mit aller Kraft abzulehnen und keine Tendenzwende für das amerikanische Prinzip
des "hire and fire" auch in Deutschland zuzulassen.
Der Bundesverband Evangelischer
Arbeitnehmerorganisationen e.V. führt gemeinsam mit der Evangelischen
Arbeitnehmerschaft im Rheinland vom 10. bis 12. September 2004 eine
Zukunftswerkstatt

Der Bundesverband Evangelischer
Arbeitnehmerorganisationen e.V. führte gemeinsam mit der Evangelischen
Arbeitnehmerschaft im Rheinland vom 10. bis 12. September 2004 eine
Zukunftswerkstatt
im Arbeitnehmerzentrum Königswinter
(AZK), Johannes-Albers-Allee 3, 53639 Königswinter durch.
In diesem Jahr haben wir uns für eine Zukunftswerkstatt entschieden, da wir die
Entwicklung in unserer Gesellschaft mit Sorge sehen. Wir werden in drei
Bereichen untersuchen, ob die vorliegenden Vorschläge und Ideen der Politik
zukunftsweisend sind. Die Organisationsform mit Arbeitsgruppen lässt die
Möglichkeit intensiv über die Probleme zu diskutieren. Ziel der Veranstaltung
ist es, Handlungsoptionen zu entwickeln, die in den politischen
Diskussionsprozess eingebracht werden sollen. mehr...
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