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EAN Hessen -
Nassau
Evangelische
Arbeitnehmerschaft in
Hessen und Nassau
Hartz IV besser
verkaufen!
Landesarbeitnehmertreffen der Evangelischen Arbeitnehmerschaft Hessen-Nassau
Die diesjährige Landestagung der EAN in Hessen und Nassau
fand in Wiesbaden statt. Nach der Begrüßung durch den Landesvorsitzenden
Wolfgang Jeske hielt Kirchenrat Jörn Dulige, Beauftragter der evangelischen
Kirchen in Hessen am Sitz der Landesregierung und Mitglied des Rundfunkrates,
die einführende Andacht. Seiner Kurzpredigt legte er den Anfang der Offenbarung
des Johannes zugrunde. Der Kern seiner Betrachtung war: Nur wer eine Vision der
Zukunft hat, kann die Gegenwart zum Besten der Menschen verändern.
Über Hartz IV sprach der Sozialdezernent der Stadt Wiesbaden, Wolfgang
Hessenauer (SPD). Wiesbaden ist eine von den sechs Städten in der
Bundesrepublik, die die Betreuung der Arbeitslosen als Kommune wahrnehmen
wollen. Dies ist natürlich nur möglich, wenn die Bundesagentur für Arbeit
entsprechend mitspielt. Insofern gab es bisher aber keine Probleme. Das Gesetz
hat für Arbeitslose, die vorher ein durchschnittliches Einkommen hatten, keine
Nachteile. Wer allerdings vor der Arbeitslosigkeit gut und sehr gut verdiente,
der wird sich nach dem Jahr, in dem er Arbeitslosengeld bekommt, schlechter
stehen als vorher. Hier seien noch Korrekturen sinnvoll.
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Nur mit Visionen verändert man die Welt |
Ein wesentlicher Punkt bei Hartz IV ist, dass der Empfänger von Arbeitslosengeld
II Kranken- und Rentenversichert ist, was bei der Sozialhilfe bisher nicht der
Fall war. So erwerben seitherige Sozialhilfeempfänger wenigstens geringe
Anwartschaften, die bei Wiederaufnahme einer Arbeit Vorteile bringen.
Zu den "Ein-Euro-Jobs" sah auch der Referent die Gefahr des Missbrauchs. Es muss
von allen Beteiligten und dazu zählen neben den Arbeits- und Sozialämtern auch
die betroffenen Mitbürger selbst, darauf geachtet werden, dass nicht reguläre
Arbeitsplätze durch diese Jobs vernichtet werden. Allerdings zieht das Gesetz
enge Grenzen, welche Arbeiten durch diese Tätigkeiten ausgefüllt werden können.
Die anschließende Diskussion wurde von Sozialsekretär Wolfgang Stasche geleitet.
Mit Recht stellten mehrere Diskussionsredner fest, dass es die Regierung und die
sie tragenden Parteien nicht fertig gebracht hätten, die positiven Seiten des
Gesetzes klar herauszustellen und die Bürger eingehend zu informieren. Hierdurch
hatten die Gegner des Gesetzes die Möglichkeit, durch die unvollständige
Darstellung von Einzelaspekten negative Stimmungen hervorzurufen.
Klaus Hollweg
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