Inhalt BVEA - Archiv 3 - 2004:
Kurzinformationen
Pressemitteilungen
BVEA
Brunhild Bald
Der BVEA nimmt zur aktuellen
Erörterung um die Gesundheitsreform Stellung. Die Diskussion in den Medien hat
durch die Vorlage des Modells der CDU/CSU eine brisante Steigerung erhalten. Dem
BVEA ist bewusst, dass steigende Gesundheitskosten zu erwarten sind, weil die
Menschen älter werden und der medizinische Fortschritt wächst. Das
109-plus-60-Euro-Modell ist finanziell unsolide und löst keineswegs die Probleme
der Kassen und der Versicherten. Es ist im Kern eine Mogelpackung. Das Vorbild
Schweiz beweist die Unzulänglichkeiten (Beitragsanstieg in acht Jahren um
fünfzig Prozent). mehr...
Zunehmend wird in Deutschland von den Unternehmensverbänden, von Liberalen und
Konservativen die Mitbestimmung als Teil der Sozialen Marktwirtschaft abgelehnt
und angegriffen.
Die Mitbestimmung wird in Deutschland von Unternehmensverbänden, von der
liberalen und den konservativen Parteien neuerdings auch, also von der FDP und
der CDU/CSU als Irrweg bezeichnet bzw. als größte Bremse für eine erfolgreiche
und zukunftssichere Wirtschaftsentwicklung in der Bundesrepublik.
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BVEA Brunhild BALD
Entwurf /Resolution
Der BVEA ruft die Sozialpartner auf, die politischen Ambitionen, die zuletzt von
der CSU und CDU in dem Leitantrag für den kommenden Parteitag vorgelegt wurden,
mit aller Kraft abzulehnen und keine Tendenzwende für das amerikanische Prinzip
des "hire and fire" auch in Deutschland zuzulassen.
Der Bundesverband Evangelischer
Arbeitnehmerorganisationen e.V. führt gemeinsam mit der Evangelischen
Arbeitnehmerschaft im Rheinland vom 10. bis 12. September 2004 eine
Zukunftswerkstatt
Der Bundesverband Evangelischer
Arbeitnehmerorganisationen e.V. führte gemeinsam mit der Evangelischen
Arbeitnehmerschaft im Rheinland vom 10. bis 12. September 2004 eine
Zukunftswerkstatt
im Arbeitnehmerzentrum Königswinter
(AZK), Johannes-Albers-Allee 3, 53639 Königswinter durch.
In diesem Jahr haben wir uns für eine Zukunftswerkstatt entschieden, da wir die
Entwicklung in unserer Gesellschaft mit Sorge sehen. Wir werden in drei
Bereichen untersuchen, ob die vorliegenden Vorschläge und Ideen der Politik
zukunftsweisend sind. Die Organisationsform mit Arbeitsgruppen lässt die
Möglichkeit intensiv über die Probleme zu diskutieren. Ziel der Veranstaltung
ist es, Handlungsoptionen zu entwickeln, die in den politischen
Diskussionsprozess eingebracht werden sollen.
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Inhalt
der
Rundschau
BVEA
3-2004:

Liebe Leser und Leserinnen,
die Situation in unserer Gesellschaft
spitzt sich zu. Der Sommer war geprägt von einer zerstrittenen Opposition, die
sich kaum als Alternative darstellte.
Die Montagsdemos sind wieder
auferstanden, diesmal gegen die Agenda 2010.
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Den Menschen zur Seite...
"Sozialer Fortschritt" muss das Ziel
sein
Es bestreitet niemand, dass Reformen unseres Sozialwesens
nötig bzw. überfällig sind. Vor dem Hintergrund jedoch, dass
sich die Arbeitslosigkeit ständig erhöht und die Leistungen
für Arbeitslose und sozial Schwache gekürzt werden, ist die
Art und Weise der jetzt beschlossenen Reformen schwer
nachvollziehbar.
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Chaos und Ordnung von Menschenhand
Aufgetürmte Stadt, zum Himmel strebend in der
Abendsonne
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Was ist eigentlich "gut"?
Seiner Hände Werk - unserer Hände
Werk
Wenn ich mich so richtig wohl fühle oder aber, wenn ich mich
nach einem Ärger wieder beruhigen will, greife ich gern zu einer CD. Noch nie
wurde ich enttäuscht, wenn ich dabei die "Jahreszeiten" oder die "Schöpfung" des
alten Josef Haydn hervorgeholt habe. Oft klingen mir dann noch Tage lang
Melodien und Worte wie diese im Ohr: "Die Himmel erzählen die Ehre Gottes. Und
seiner Hände Werk zeigt an das Firmament." - So schön also kann - trotz allem -
die Welt sein!
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Arbeitsmarkt
Das neue Europa: Jubilate?!
Niedriglohnkonkurrenz wirkt sich aus
Der 1. Mai 2004 ist schon heute ein historischer Tag gewesen -
die willkürliche Spaltung Europas wurde endgültig überwunden! Der 2. Mai 2004
war der 3. Sonntag nach dem Osterfest, der bezeichnender Weise den Namen "Jubilate"
trägt: jubelt, jauchzt! Und tatsächlich wurde in allen 25 Ländern das
geschichtsträchtige Ereignis gebührend gefeiert und vom Fernsehen in die
Wohnungen von nunmehr 450 Millionen Europäern übertragen. Das Fernsehen zeigte
aber auch die Kundgebungen zum 1. Mai, dem Tag der Arbeit auf denen massive
Befürchtungen und Ängste gegenüber der EU-Osterweiterung laut wurden.
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Ist das die Lösung oder der falsche Weg?
Unter dieser Überschrift und Meinung verkünden
Konservative, Arbeitgeber und Neoliberale den neuen guten
Weg, der Deutschland aus der Krise führen soll.
Weiterhin stellt man fest, dass die 35-Stunden-Woche ein Irrweg war.
Dabei waren alle Ergebnisse in der jahrzehntelangen
Tarifgeschichte immer Kompromisse zwischen
Arbeitgebern und Gewerkschaften, die weder dem sozialen Klima
noch der Wirtschaft geschadet haben. mehr...
Reformen
Kolpingwerk diskutiert neues
Verständnis von Arbeit
Das Kolpingwerk Deutschland hat
das Diskussionspapier Arbeit neu begreifen" ihres Verbandes vorgestellt.
Die Ideen sind im Einzelnen nicht neu. In ihrer Konsequenz jedoch auch von
den Evangelischen Arbeitnehmern Mitzutragen. mehr...
Den Markt nicht kritiklos
idealisieren
Ein Ruck muss durch
Deutschland gehen", forderte der damalige
Bundespräsident Herzog in einer vielbeachteten Berliner Rede. Konservative
Kräfte und die Vertreter der Unternehmerverbände hatten den Aufruf sofort
in ihrem Sinne verstanden und vor dem Ruck einfach ein D" gesetzt. Und
in der Tat, seit einigen Jahren geht ein Druck durch Deutschland. Druck
auf die in Jahrzehnten errungenen Rechte der Arbeitnehmer, Druck auf die
Gewerkschaften, Druck auf den sozialen Rechtsstaat, Druck auf den
rheinischen Kapitalismus". mehr...
Im Mai 2005 finden die Sozialwahlen
statt.
Schon jetzt sind die Vorbereitungen in vollem Gange
Mancher wird sich fragen. Was
sind Sozialwahlen? Die Antwort darauf ist eigentlich einfach. Alle Träger der
sozialen Sicherung - Renten-, Kranken-, Unfall- und Pflegeversicherungen -
sind als Selbstverwaltung organisiert, die aus gewählten Vertretern der
Versicherten und der Arbeitgeber besteht. Hauptorgan der Selbstverwaltung
ist die Vollversammlung (z. B. Verwaltungsrat oder
Vertreterversammlung) aller gewählten Mitglieder.
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Allgemeines
Ehrenamt:
Niemand darf in der Übernahme oder Ausübung eines
Ehrenamtes behindert oder wegen der Übernahme oder Ausübung
eines solchen Amtes benachteiligt werden (§ 40 SGB IV).
Der Arbeitgeber hat den Versichertenvertreter von
der Arbeit frei zu stellen.
Der Versicherungsträger erstattet den Mitgliedern der
Selbstverwaltungsorgane sowie den Versichertenberatern ihre baren
Auslagen sowie den tatsächlich entgangenen
regelmäßigen Bruttoverdienst. mehr...
Gewerkschaft
Gründung des CGB löste eine
evangelische Offensive für die Einheitsgewerkschaft aus
"Wählt einen besseren Bundestag"! - Diese Parole des DGB musste viele Gruppen
und überzeugte Anhänger der nach dem Kriege erreichten Einheitsgewerkschaft auf
sämtliche Palmen bringen. Die Parole wurde als letzter Beweis für die
Sozialdemokratisierung angesehen, sie gab denen Auftrieb, die eine christlich
fundierte Gewerkschaft wollten. Das war 1953. - Einige Zeit danach kam es zur
Gründung der christlichen Gewerkschaft.
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Chemie- Schmoldt liest
Gewerkschaftsführern die Leviten
Der Chef der Bergbau- und
Chemiegewerkschaft kritisiert das trotzige Nein gegen Schröders Agenda 2010.
"Wir müssen uns dem Neuen stellen",
schreibt der Vorsitzende der IG BDE an seine Führungsfunktionäre. (Sein Brief
liegt dieser Zeitschrift vor.) Gemeint sind aber die Spitzenleute Frank Bsirske
und Jürgen Peters. Der eine führt die riesige Dienstleistungsgewerkschaft ver.di,
Peters die finanziell starke IG Metall. Beide kämpfen in einem Zweckbündnis
gegen Schröder und seine Agenda. mehr...
Gesellschaft
Berichte der Aktivitäten des BVEA:
Spitzengespräch der
christlichen Arbeitnehmerverbände KAB und BVEA in Köln
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Auf der Vorstandssitzung des BVEA
wurden neben dem Tagesgeschäft Satzungsänderungen und Strukturanpassungen
diskutiert. mehr...
Kopfpauschale und Bürgerversicherung
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Wir haben Alternativen
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