Bundesverband Evangelischer Arbeitnehmerorganisationen e.V.
Auguststr. 80, 10117 Berlin - Mitte, Tel. 030/28395151, Fax: 030/28395157
Internet:
www.bvea.de, email:
![]()
23.09.05
____________________...Aktuelles
BVEA Rundschau Ausgabe 2 - 2004
| Handwerkliche Fehler bei Gesetzen |
Mit den Repräsentanten der Bundesregierung und der SPD wurden von den angereisten Mitgliedern des Vorstandes und Fachbegleitern die unglückliche Öffentlichkeitsarbeit diskutiert. Werner Künkler, stv. Bundesvorsitzender, machte deutlich, dass in den evangelischen Verbänden eine Reform durchaus als notwendig erachtet wird. Wichtig für die Akzeptanz ist aber die Ausgewogenheit. Belastungen müssen gerecht auf alle Schultern verteilt werden. Die Regierung ist aufgefordert die Parität bei den Belastungen sicher zu stellen. Beide Seiten machten Verständnis für die Reaktion der Gewerkschaften deutlich. Klaus Brandner betonte, dass auch sie sich die Entwicklung anders gewünscht hätten. Allerdings muß die Regierung auf die Realitäten reagieren.
Der Beauftragte des Rates der EKD für die Bundesrepublik und die Europäische Gemeinschaft, Prälat Dr. Reimers, skizzierte seine Arbeit mit den Bundestagsabgeordneten und die Wege seiner Einflussnahme. Bei speziellen politischen Fragen wurde eine engere Zusammenarbeit und ein Abgleich der Äußerungen vereinbart. Vor allem Statements zu Gesetzesvorlagen sollten intensiver abgeglichen werden.
Hermann-Josef Arentz, Vorsitzender der Christlich Demokratischen Arbeitnehmerschaft in der CDU, einige Abgeordnete und die Mitglieder der Bundesgeschäftsstelle nahmen sich Zeit, die Sorgen und Vorstellungen unserer Delegation anzuhören. Es wurden häufigere Konsultationen verabredet. Herr Arentz unterstrich, dass auch in der CDU die Anliegen der Arbeitnehmerschaft berücksichtigt werden. Vor allem in Jahren der Opposition sind neutrale Herangehensweisen möglich. So seien auch unkonventionelle Vorschläge willkommen. Einen Systemwechsel schloss er allerdings aus. Die Sorge der Teilnehmer, dass unser Sozialsystem die Anforderungen in der Zukunft nicht gerecht wird, teilte er nicht.