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Evangelische Arbeitnehmer - Bewegung NRW
Westfälische Kirche setzt auf Bewährtes
Synode wählt Buß zum Präses
Die westfälische Kirche setzt auf
Kontinuität: Die Synode der
drittgrößten evangelischen Landeskirche
wählte Alfred Buß zum neuen Präses. Sie
entschied sich damit gegen die von außen kommende Kaiserswerther
Diakonie-Chefin Cornelia Coenen-Marx aus der rheinische Kirche. Westfalen sind
einander anscheinend treu.
Der groß gewachsene, vollbärtige
Mann hat einen scharfen Blick für die Anliegen der so genannten kleinen
Leute". Gerechtigkeit, sagen die, die ihn gut kennen, sei für Buß überhaupt
keine abstrakte Größe. Und so verwundert
es nicht, dass er gleich in seiner Pressekonferenz nach der Wahl an das
Sozialwort der Kirchen von 1997 erinnerte. Christen müsse man die Option für
die Armen, die im Sozialwort herausgestellt wird, auch im Alltag
abnehmen. Angesichts der Finanzprobleme von Kirche, und öffentlicher Hand
forderte er eine stärkere Teilhabe des
Reichtums an den Kosten dieser Gesellschaft".
Es könne nicht sein, dass Unternehmen keine Steuern zahlten.
Der neue Präses steht auch für eine Kirche, die sich politisch
einmischt. Der Vater von drei Kindern leitet seit sieben Jahren den Ausschuss für
politische Verantwortung. Als Hauptaufgabe bezeichnete der Kirchenmann
die Vermittlung der tollen Botschaft".
Die Kirche sei trotz der Finanzprobleme kein Abbruch-Unternehmen",
sondern ein Aufbruch-Unternehmen". Angesichts der Vereinzelung in der
Gesellschaft und einer Abkehr von Traditionen müsse die Kirche ihre guten
Traditionen wieder entdecken, eine religiöse Sprache bereithalten".
Zur Ökumene, auch das machte er, in seiner Antritts-Rede" deutlich, sieht
er keine Alternative. Dennoch gebe es noch erhebliche Barrieren", wie
beim Verständnis von Abendmahl und kirchlichem Amt. Es gelte, dicke Bretter
zu bohren".
Angelika Wölk
Landesverband
Nordrhein-Westfalen e.V.
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