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Aktionsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen in
Thüringen
Leben und Arbeiten nach der Jahrhundertflut
Mitglieder der afa informierten sich über die Nachwirkungen der Flutkatastrophe
in Sachsen
Passend zum Seminarthema war die Gruppe auf dem CVJM Jugendschiff Dresden,
das am Elbufer fest verankert liegt, untergebracht.
Dresden war eine von der Flut des vergangenen Jahres stark betroffene Stadt.
In den Seminareinheiten mit dem Direktor des Dresdner Arbeitsamtes, Thomas
Wünsche, dem Mitarbeiter des Umweltamtes, Tom Hey und anderen Referenten, erfuhren
die Teilnehmer viel Interessantes über das Geschehen während des Hochwassers,
den entstandenen Schäden, ihren Umweltauswirkungen und dem Wiederaufbau danach.
Was die 9,40 Meter über dem Pegel anrichteten, ist nur noch wenig zu sehen.
Auswirkungen auf dem Arbeitsmarkt in der Elbregion, so Wünsche, gab es keine
und vom Boom keine Spur.
Zum Programm gehörte eine Stadtrundfahrt durch die Sächsische Landeshauptstadt,
ein Besuch der Kurstadt Rathen und eine Fahrt mit dem Rad-Dampfer " August der
Starke" auf der Elbe, sowie ein Besuch des Sächsischen Landtages.
Von der Zuschauertribüne aus konnte man für eine Stunde die Plenartagung
des Landtages verfolgen. Mit je einem Landtagsabgeordneten der regierenden CDU
und der oppositionellen PDS und SPD gab es dann eine interessante Gesprächsrunde.
Ein weiterer Höhepunkt in der Seminarwoche war der Besuch der Kirchgemeinde
"Maria am Wasser" in Dresden Hosterwitz - Pillnitz. Nicht nur die Schifferkirche,
auch der denkmalgeschützte Kirchhof mit alten Grabsteinen, das Pfarrhaus und
das Jugendzentrum standen fünf Tage mehr als zwei Meter unter Wasser. Vieles
wurde auch hier schwer beschädigt oder gar zerstört, darunter auch ein einmaliges
mittelalterliches Taufbecken.
Erfreut war die Pfarrerin Ulrike Birkner - Kettenacker über die große Hilfe
gleich nach der Flut. Es kamen nicht nur Helfer aus der Kirchgemeinde, sondern
auch Leute, die nie in der Kirche waren, darunter auch viele Jugendliche, und
Geldspenden von überall, wofür die Pfarrerin allen herzlich dankte. Ihre Kirche
steht so nah am Ufer der Elbe, wie keine andere. 1845 fehlten gerade mal 8 Zentimeter
bis zur Marke 9,40 m vom vergangenen Jahr. Nach mühsamer Schlammbeseitigung
und anderen Arbeiten begann man mit der Sanierung. Ende August soll alles wieder
nutzbar sein. Die Seminargruppe übergab ebenfalls eine Spende aller Teilnehmer.
In der abschließenden Einschätzung der Seminarwoche, die täglich mit einem
Wort zum Tag ("Sonntage - Sonnentage des Lebens") begann, gab es viel Lob für
das Seminar - Team, den Sozialsekretär Roland Walther, Evelin Walter und Knut
Jahn vom afa- Landesvorstand. Alle haben viel erfahren, gelernt und fühlten
sich wie in einer Familie geborgen, sowie vom Personal des Schiffes bestens
versorgt.
Abschließend unterstrichen die Teilnehmer, dass diese Art von Seminaren sehr
ansprechend ist, und fortgesetzt werden sollten.
Roland Walther
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Inhalt Archiv 3-2003 aus den Landesverbänden:
afa Bayern: Die Nähe zur Gewerkschaft bleibt
die Idee.
afa Thüringen: Leben und Arbeiten nach der Jahrhundertflut
EAB Bayern: Walter Möbius feierte 80. Geburtstag
EAB - NRW / Gesellschaftspolitischer Ausschuss:
"Das Solidarprinzip ist unteilbar"
EAB NRW: Erwerbslose werden für Altersvorsorge
bestraft
EAB NRW: "Arbeit in Sicherheit" - für viele nur
ein Wunsch.
EAB NRW: Am Start für den Sozialstaat
EAN - Baden: Stellungnahme der Evangelischen
Arbeitnehmerschaft Baden zu den geplanten Reformen
EAN - Baden: Gelebtes Europa - Jahrestreffen
der EOP in Colmar
EAN - Baden: Verabschiedung von Gerhard Langguth
EAN - Berlin - Brandenburg: Die Stasi ist ein gesamt-deutsches
Problem / Die Wallraff - Enthüllung als IM ist nur der Anfang
EAN Berlin-Brandenburg Seniorenwerk: Schwächen
des Einigungsvertrages und "Kennedy"
EAN Braunschweig: Seminar auf Baltrum und
Tagung Nord - Kooperation |