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Brunhild Bald machte in ihrem Bericht deutlich, dass sich die Ausbildungssituation in den letzten Jahren erheblich verschlechtert hat. Dieses Unterpfand der Zukunft wird von unserer Gesellschaft sträflich vernachlässigt. Wie beiläufig die hohe Jugendarbeitslosigkeit erwähnt wird, sei ein Skandal. Herbert Deja, Leiter einer Personal Service Agentur, erläuterte Ansprüche an diese Agenturen und die formalen Abläufe. Es geht um die Verbesserung der Bewerbung der Arbeitsplatzsuchenden und eine gezielte Förderung der Menschen nach ihren Stärken und Schwächen. Dr. Haspel formulierte Thesen, um eine ethische Balance zwischen Globalisierung , Neoliberalismus und unseren Sozialsystemen zu halten. Er bestritt nicht, dass unsere Systeme modernisiert werden müssen. Rein umlagefinanzierte Sozialsysteme gingen von unrealistischen Voraussetzungen aus. Neoliberale Globalisierung ist ebenso wenig hilfreich wie Sozialstaatskonservatismus. Er plädiert für einen Mittelweg, auf dem wir Christen immer die Armen und Schwachen der Gesellschaft vertreten müssen, um Glaubwürdigkeit zu halten. Die finanzielle Situation des Bundesverbandes präsentiert sich dem letzten Jahr nicht unähnlich. Bestrebungen, weitere Finanzquellen aufzutun, waren wenig erfolgreich. Die Arbeitnehmerarbeit krankt nicht nur in den Landesverbänden an der mangelnden Bereitschaft der Landeskirchen, Gelder für die Industrie- und Sozialarbeit auszugeben. Es ist bedauerlich, dass sich in unserer Kirche keine starke Fraktion "pro" Arbeitnehmerarbeit in Berlin findet. Die Vorbereitungen für die Sozialwahl sind angelaufen. Eine Wahlkommission der ACA wurde gewählt. Ansprechpartner sind Dieter Schaper, Michael Foitlinski und Matthias Gehlhar. Vorstand und Geschäftsführung forderten alle Verbände auf, sich aktiv an der Sozialwahl zu beteiligen. Bei einigen Kassen sind bereits wieder Verhandlungen mit dem DGB aufgenommen, um Listenverbindungen zu erstellen. Die ACA hat sich vorgenommen, bei der Berufsgenossenschaft Nahrung Genuss mit einer eigenen Liste anzutreten. Hierfür gilt es, Unterschriften zu sammeln. Die politische, ständig wechselnde Gemengelage im Lande hat zur Folge, dass relativ wenig Anträge gestellt wurden. Die Kollegen und Kolleginnen warten erst einmal ab. Der Antrag der EAG Bayern wird hier dokumentiert. Ein Thesenpapier zu einem radikalen politischen Paradigmenwechsel wird in den Landesverbänden die Reformbereitschaft antesten und provozieren. Die Evangelischen Arbeitnehmerverbände haben sich eine gute Basis geschaffen, um in Berlin ihre Vorstellungen vorzubringen. Wir hoffen, dass auch das nächste Jahr erfolgreich werden möge. Matthias Gehlhar Veränderungen in der Arbeitswelt:
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