Ausschlaggebend für die Lutherkirche
sei ihre zentrale Lage und die gute Kooperation mit Jugendeinrichtungen und
Schulen im Stadtteil gewesen, sagte Gisela Fähndrich, Vorsitzende des Jugendausschusses
des Stadtkirchenverbandes. Die Lutherkirche solle eine Anlaufstelle für alle
Jugendlichen sein, erklärte Stadtjugendpastor Martin Bergau. Es gehe aber
nicht darum, dort ein weiteres Jugendzentrum einzurichten. "Wir wollen als
Kirche erkennbar bleiben."
Wie das aussehen soll, werden
die jungen Leute mitbestimmen. In Workshops wollen Bergau und sein Kollege
vom Schulpfarramt Reiner Pfaff, in den nächsten Monaten herausfinden, was
sich die Jugendlichen von "ihrer" Kirche wünschen. Dazu könnten auch eine
ständige Beratungsstelle oder ein Café gehören. Sicher ist laut Bergau eines:
"Die Kirchenbände werden wir zwischenlagern." Denn die Jugendkirche braucht
Platz. Für die normalen Gottesdienste sollen Stühle aufgestellt werden. Zu
den Plänen gehört auch, eine große Ton- und Lichtanlage aufzubauen. Die Gemeindemitglieder
seien für alles offen.
Ein Jugendpastor und ein Religionspädagoge
sollen eigens für die Jugendkirche eingestellt werden und sich um die Jugendlichen
kümmern. Wie viel das ganze Vorhaben kosten wird, stehe noch nicht fest, sagte
Stadtsuperintendent Wolfgang Puschmann. Der Stadtkirchenverband und die Landeskirche
hätten ihre finanzielle Unterstützung bereits zugesichert.
Rolf Bartels |