"Zappen" -
und beim Biblischen hängen bleiben
Das Angebot wächst
und wächst
Das Fernsehen hat
Wohnzimmer, Hütten und Zelte erobert. TV-Geräte flimmern in den Vierteln des
Elends und in gut ausgestatteten Häusern. Wo aber bleibt die Botschaft des
Evangeliums?
Das vergangene Jahr
2002 hat einen beachtlichen Schub gebracht. Neben den Klassikern "Wort zum
Sonntag" und ZDF-Gottesdienst haben sich weitere Sender und Sendungen geschoben,
mit sichtbarem Erfolg. Bibel-TV kann als die größte Innovation bezeichnet
werden. Es sendet ein 24-Stunden-Programm rund um die Heilige Schrift.
Nicht nur die technische
Innovation muss erwähnt werden, sie wird überflügelt von dem gemeinsamen Willen
der Betreiber. Es sind evangelikale und katholische Kräfte, die gemeinsam
mit evangelischen Freikirchen diese bisher einmalige Anstrengung auch finanziell
stützen.
Kasten: Fernsehen
für Christen
Es gibt für alle
Sendungen ein Koordinierungsbüro in
Postfach 11 27
09
D- 83455 Bayrisch
Gmain
Tel.: 0 86 51
- 77 00 42
Fax: 0 86 51 -
77 01 49
Das Büro vermittelt
alle Adressen. Bibel-TV hat auch eine Internetseite, zu erreichen ist sie
unter: www.Bibeltv.de (Das Büro ist nur Dienstags
besetzt).
Bündnisse und Absprachen
Der Wetzlarer Evangeliumsrundfunk
ERF, (www.erf.de) ist
mit seiner Sendung "Hof mit Himmel" europaweit zu empfangen. Die Wetzlarer
weisen darauf hin, dass sie nicht nur über Satellit zu sehen sind. Sie können
angeklickt werden in südwestdeutschen Kabelnetzen und in Ballungszentren mit
normalen Dach- und Zimmerantennen.
Die Nordhessen arbeiten
auch mit dem privaten Informationskanal NBC zusammen. Das hat einen großen
Vorteil, dieser Sender kann fast überall über Kabel sowie als Digitalprogramm
per Satellit empfangen werden. Der Evangeliumsrundfunk ist noch in rund 30
regionalen Fernsehprogrammen zu sehen, das Fernsehen aus Berlin (FAB) ist
das größte darunter.
Neue Arbeitsplätze
An der wöchentlichen
Halbstundensendung des ERF arbeiten 30 Männer und Frauen. 150 Mitarbeiter
sind für die Radiosenden ERF 1 und ERF 2 tätig. Beide Programme laufen pro
Tag 24 Stunden. Produziert werden ebenfalls Hörfunksendungen in mehr als 20
Sprachen. Das ist aller sehr aufwendig und wird überwiegend finanziert durch
freiwillige Spenden. (Die Konten können über das Koordinierungsbüro in Bayrisch
Gmain, bei Berchtesgaden, erfragt werden. Jörg Laube beantwortet alles).
Gemeinde- und Missionswerk
Arche
Auch die Hamburger
mieten Sendezeiten bei NBC. Jeden Sonntag um 10.30 Uhr und 12.30 Uhr wird
ein halbständiger Gottesdienst gesendet mit dem begnadeten Pastor Wolfgang
Wegert. Auch über Kabel ist der Privatsender zu erreichen.
Die Hamburger berichten,
sie bekämen auf ihre Sendungen pro Woche zwischen drei- bis vierhundert Briefe
und Anrufe. Während und nach den Sendungen stehen sechs Seelsorger am Telefon
zur Verfügung. Ein weiteres und größeres Team bearbeitet die eingehenden E-Mails
und Briefe. Sie berichten weiter, sie hätten günstig mehr Sendezeiten einkaufen
können, jetzt könnten Sendungen wiederholt werden. Der Gottesdienst auf NBC
ist nun auch Samstags um 16.00 Uhr zu sehen.
Das Gemeinde- und
Missionswerk Arche lebt natürlich von Spenden. Es bietet ein Besonderheit
an, jeder kann Missions-Teilhaber-Briefe erwerben, die verzinst werden. Das
Geld ist eine Anlageform wie jede andere auch, es kann früher zurückgezahlt
werden, der Spender kann es aber am Ende der Arche schenken. (Anfrage bei
Gemeinde- und Missionswerk Arche e.V., Postfach 54 04 07, 22504 Hamburg).
Missionarische Aktivitäten
werden aus Ostpreußen und der Ukraine berichtet. In Russland und in der Ukraine
sind acht TV-Stationen in Vorbereitung.
Die Dichte christlicher
TV-Programme nimmt zu. Bibel-TV präsentiert sein Magazin, die Hamburger Arche
ihre Fernsehkanzel und der Wetzlarer ERF seinen "Hof mit Himmel". Verkündigung
"Digital".
Angesichts des langsamen
Sterbens der evangelisch-kirchlichen Wochenblätter, ist das eine hoffnungsvolle
Entwicklung.
Erwin Ortmann
EAB-Düsseldorf |