
EAB Gladbeck-Butendorf
100 Jahre der Fels
in der Brandung
Mit einer festlichen Andacht
und anschließendem Empfang in der Gladbecker Lukaskirche feierte die Evangelische
Arbeitnehmerbewegung (EAB) Gladbeck-Butendorf ihr 100jähriges Bestehen
Das Thema "Arbeit", so Pfarrer
Burkhard Mummenhoff in seiner Jubiläumspredigt, bilde den roten Faden quer
durch die Geschichte der EAB.
Was außer der Arbeit, mache
den Menschen zum Menschen, fragte der Gladbecker Seelsorger. Und womit messe
Gott den Menschen? Antworten suchte und fand Mummenhoff in der biblischen
Geschichte von den Arbeitern im Weinberg, in der der Unterschied zur heutigen
Zeit deutlich werde. Denn der Weinbergbesitzer zahle nicht nach erbrachter
Leistung, sondern nach den Bedürfnissen der Arbeitnehmer. "Aber hier, in der
vollkommenen Welt heißt es nicht: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit, sondern
gleicher Lohn für gleichen Bedarf." Was sei dies nun für eine höhere Gerechtigkeit,
über die wir hier erst einmal stolpern? "Vielleicht stolpern wir, weil es
in dieser himmlischen Welt kein Leistungsdenken mehr gibt, weil der Mensch
dort nicht danach bemessen wird, was er kann und macht, sondern allein danach,
dass er da ist und ein Kind Gottes ist", gab Pfarrer Mummenhoff zu bedenken.
Die EAB möge diese Wurzeln und diesen roten Faden niemals aus den Augen verlieren,
gab er seiner Hoffnung Ausdruck.
Für seine besonderen Verdienste
in seiner 27-jährigen Tätigkeit als Vorsitzender der EAB-Butendorf wurde Heinz
Wagener geehrt. Dem Geburtstagskind EAB-Butendorf überreichte Refke die Fahne
des Landesverbandes: "Die EAB-Butendorf ist auch nach 100 Jahren noch der
Fels in der Brandung, der viele Stürme erlebt hat." |