Generationswechsel: Friedhelm Dahlmann, Bettina Wiedbrauk
Vor gut 25 Jahren hatte die Evangelische Arbeitnehmer-Bewegung
(EAB) in der NRW-Hauptstadt 35 Mitglieder, nun ist Zahl 180 in Sichtweite
gekommen. Friedhelm Dahlmann legte den Vorsitz des Bezirks in jüngere Hände.
Künftig wird er die beliebten Studienreisen mit vorbereiten. Seine Erfahrung
ist gefragt. Seine Stellvertreterin, die "Europa-Frau" Edith Baron, trat ebenfalls
zurück.
Nachfolgerin ist Bettina Wiedbrauk, 46, verheiratet und
zwei Kinder. Stellvertreter ist Manfred Heldt, Kaiserswerth. Ebenfalls gewählt
wurden Marlene Stolle, Kassenwartin, Renate Pitsch, Schriftführerin. Dann
noch fünf Beisitzer. Der bisherige Präses, Pfarrer Michael Rischer, wurde
wieder einstimmig gewählt. Der Vorstand ist motiviert und arbeitsfähig. Die
finanzielle Grundlage ist der Jahresbeitrag von 25,- Euro, er macht den Verein
relativ unabhängig.
Dahlmann und Frau Wiedbrauk begannen mit einer kaufmännischen
Ausbildung, er war Einkäufer im Stahl- und Maschinenbau, sie führte den Groß-
und Einzelhandel ihrer Eltern bis zur Heirat. Sie war im Presseamt der Stadt,
nach einer Kinderpause dann Wiedereinstieg bei der Stadtverwaltung. Seit Herbst
1999 ist sie für die CDU im Stadtrat. Sie redet mit in wichtigen Ausschüssen
der Stadt, beispielsweise Umwelt, Gesundheit und Soziales, Finanzen. |
Die EAB in Düsseldorf hat immer eine interessante Note ins
Spiel gebracht. Einmal durch öffentliche Gespräche mit Politikern aller Parteien,
die in der Stadt bekannt waren. Dann durch respektable Leserbriefe, die Dahlmann
als Vorsitzender schrieb. Zum andern durch die exzellent vorbereiteten Studienreisen.
(Zum Abschied von Friedhelm Dahlmann kam auch der Oberbürgermeister). Die
öffentliche Würdigung erhielt der alte Vorsitzende durch die Verleihung des
Bundesverdienstkreuzes und durch die Ludwig-Fischer-Medaille der EAB.
Das alles brachte einen relativ hohen Pegel an Zustimmung und
Bekanntheit, und das ohne ein teures Presseamt. Dieser Pegel soll gehalten
werden. Einschließlich der christlich-sozialen Prägung, wie sie die EAB immer
ausgezeichnet hat. Daran mitgewirkt hat immer "EAB-Patriarch" Conrad Paetz.
Nach einem Gespräch mit ihm entschloss sich auch Frau Wiedbrauk mitzuarbeiten.
Erwin Ortmann
EAB-Düsseldorf |