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Bayern
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Termine
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EAN Berlin-Brandenburg
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Wirtschaftswachstum
in Deutschland erfordert eine sachkundige, realistische Politik
Der "Rot-Grüne Reformkurs braucht Druck
von links" - benötigt eine starke, kampfentschlossene Arbeitnehmerschaft!
Diesem Gedanken von Oskar
Lafontaine, Ende Oktober vor Gewerkschaftsaktivisten in Berlin entwickelt, kann
sich die Gruppe Wedding der Evangelischen Arbeitnehmerschaft Berlin-Brandenburg
nur anschließen.
Es stand uns gut zu Gesicht,
eine Woche nach dem Wahlsonntag über das Ergebnis des "Urnengangs" zu debattieren
und unsere Ansichten zur künftigen Entwicklung in Deutschland, besonders auf
wirtschaftlichem Gebiet, auszutauschen.
Einigkeit bestand darin,
dass zwar Rot-Grün knapp gewonnen, die SPD, als große Partei der Arbeitnehmer,
jedoch die Wahl verloren hat.
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Und
das konnte auch gar nicht anders sein. Denn es sind führende Sozialdemokraten,
die heute, z.B. mit der Rentenreform, die Errungenschaften ihrer eigenen Partei
zerschlagen. Wenn es dem Sozialdemokraten Wowereit in Berlin gelingen sollte,
und alles deutet darauf hin, gemeinsam mit anderen, auch mit sozialdemokratisch
regierten Bundesländern, Ausnahmeregelungen in der Besoldung des öffentlichen
Dienstes durchzusetzen, dann ist das im Grunde genommen ein Angriff auf den
Flächentarifvertrag der Gewerkschaften, hat Pilotfunktion für ganz Deutschland.
Als christlich orientierte
Arbeitnehmer sind wir Vertreter des gemeinschaftlichen Dialogs. Unsere Argumente
haben Verständnis, menschliche Wärme und helfendes Miteinander zum Inhalt.
Doch unsere Gruppe kam Ende
September zu dem Ergebnis, dass, ausgehend von der Wahl, in einer Zeit der Neuorientierung
und der sozialen Kälte, auch von uns klare, konstruktive Positionen, aus der
Sicht der Arbeitnehmer, gefragt sind.
Vergegenwärtigen wir uns
noch einmal schlaglichtartig die wirtschaftliche Situation der heutigen Welt.
Die Globalisierung, als Etappe der sich vollziehenden wissenschaftlich-technischen
Revolution, hat zu einem ungerechten Welthandel geführt.
Seit den siebziger Jahren
zunehmend ist z.B. der afrikanische Kontinent, mit einem Rückgang von vier auf
0,3 Prozent, ebenso wie der Großteil der ärmeren Länder der "dritten Welt",
unweigerlich vom Welthandel abgekoppelt.
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Die Volkswirtschaften
und ihre Entwicklung, vor allem in den Entwicklungsländern, hängen am "seidenen
Faden" der Banken und Wirtschaftsspekulanten.
Die soziale Marktwirtschaft
und ihre Gesetze sind außer Kraft. In den industriell hochentwickelten Ländern,
besonders in Europa, setzte ein permanenter, an Schärfe und Breite noch nicht
bekannter Angriff auf die Arbeitnehmerrechte ein. Die Massenarbeitslosigkeit
wurde zu einer Dauererscheinung unserer Zeit.
Die Welt des Sozialismus,
der man die "Vorzüge" der bürgerlichen Gesellschaft, z.B. der Bundesrepublik,
bis zum Jahr 1990 zeigen wollte und musste, sie ist nicht mehr da.
Arbeitsplätze können
durch kein "Hartz-Papier" der Regierung geschaffen werden, auch wenn es noch
so dick sei. Nur in sich entwickelnden Unternehmen entstehen Arbeitsplätze.
Also sollte es doch eine der vornehmsten Aufgaben der Regierung sein, durch
eine entsprechende Steuerpolitik, durch rasches Reagieren auf Neugründungen
und Erweiterungen und andere Maßnahmen mehr, den Unternehmen den entsprechenden
Boden zu bereiten.
Je höher der im Arbeitsprozess
befindliche Teil der Bevölkerung, desto größer die Steuereinnahmen des Staates
und des Binnenhandels. Und umso geringer sind die Aufwendungen des Staates für
Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger.
"Hohe Lohnnebenkosten" sind
nicht durch die Arbeitnehmer zu vertreten, sondern durch die Steuerpolitik der
Regierung und durch das Vorgehen der Manager in allen Bereichen der Gesellschaft.
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Dieses
"ABC der Marktwirtschaft" kennen wir alle. Wir sollten uns daran nur öfter erinnern.
In der kommenden Arbeitsperiode
der Bundesregierung geht es, so meinen wir, vor allem darum, die lokalen Eigenheiten
des Marktes in Deutschland, charakterisiert durch anwendungsbereite, hohe Bildung
und Forschung, durch kurze Verwaltungswege, durch Ordnung, Sicherheit und eine
saubere Umwelt, erneut zu profilieren und zu neuer "Blüte" zu führen. Das schafft
Anreize für die Wirtschaft, führt zu Wachstum und sich entwickelndem Wohlstand.
Die Versäumnisse und finanziellen
Schulden der "Vorgänger-Regierung", insbesondere bei der wirtschaftlichen Entwicklung
in den neuen Bundesländern, müssen durch eine vernünftige Politik getilgt werden.
Das ist uns klar. Doch gemeinsam mit den Arbeitnehmern und nicht gegen sie.
Gleichzeitig wollen wir auch überlegen, wie wir unsere Gruppe, unseren Landesverband
auf die neuen Anforderungen, geprägt durch die wirtschaftliche Lage und durch
die Rolle der Medien, einstellen können.
Fred Huskobla
EAN Berlin-Brandenburg
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