Es galt Tagesverpflegung und Getränke zu fassen, für einen
gemeinsamen Ausflug, mit Gottesdienst, auf einer Alm in den bayerischen Bergen.
Als sich schließlich der Omnibus, mit über 50 Teilnehmern Richtung Berge in
Bewegung setzte, herrschte frohe erwartungsvolle Stimmung. Unterwegs erfuhr
man manches Neue und Kuriose über Oberbayern und seine Bewohner. Beim Aufzählen
und Benennen der wichtigsten Berge staunten nicht nur "alpenferne" Teilnehmer
über die Großartigkeit der vorbeiziehenden Alpenkette.
Hohenaschau, mit gut erhaltenem Schloss gekrönt, Ausgangspunkt
der Seilbahn zur Kampenwand, war schnell erreicht und schon ging es hinauf auf
die Höhe. Wie ein bunter Wurm schlängelte sich dann eine fast endlose Menschenkette
in halbstündiger Gehzeit hinüber zur Steinling Alm, dem Ort des ökumenischen
Gottesdienstes. An derkleinen Kapelle, unweit der Alm, war der Hauptaltar erstellt.
Ein Blick von dort, auf die vielen aus allen Richtungen und Gegenden gekommenen
Teilnehmer, zeigte das große Interesse an diesem Berggottesdienst. Wie in einer
weiten Berg-Arena lagerten die Wanderer und gläubigen Menschen ringsum, unmittelbar
am Fuße der Kampenwand. Feierlich begrüßt von Glockengeläute und Alphornklängen,
Willkommensworten des Aschauer Bürgermeisters, eröffnete dann Regionalbischöfin
Susanne Breit-Keßler den Gottesdienst. Ihre eindrucksvolle Predigt gab Anlass
zum Nachdenken und zur Besinnung. Eine Bläsergruppe begleitete die Lieder, der
andächtig mitsingenden Teilnehmer. Nahezu endlos waren die Reihen der Teilnehmer
am Abendmahl, an mehreren aufgestellten Tischen. Mit dem Segenslied "Ubi caritas
et amor - Ubi caritas Deus ibi est" einem Nachspiel der Bläser und Alphornweisen,
klang der Berggottesdienst aus. Und ich bin ganz sicher, dass die meisten der
mittuenden Gläubigen den Eindruck mitnahmen, einem großen unvergesslichen Ereignis
in Gottes schöner Natur beigewohnt zu haben.
Beeindruckendes Panorama: Roland Pelikan, afa München, Brundhild Bald, Vorsitzende des BVEA
Aber der Tag war ja noch nicht zu Ende. Für manche begann
jetzt der schweißtreibende Teil. Nämlich die Gipfelbesteigung der Kampenwand
stand nun an. Eine Gruppe, unterschiedlichsten Alters, die Jüngsten ca. sieben
Jahre alt, die Ältesten wollen nicht genannt werden, erreichte in ca. 50-minütigem
Aufstieg den mit einem prächtigen Gipfelkreuz versehenen höchsten Punkt, auf
1670 Metern.
Die Aufstiegsmühen wurden belohnt mit einem herrlichen Rundblick.
Weit hinaus ging der Blick übers flache Land, mit Wiesen, Feldern und Seen.
Nach Süden der Blick in die unendliche Bergwelt, auf den Geigelstein den wilden
Kaiser, bis in die Berchtesgadener Alpen, um nur einige zu nennen. Ganz bestimmt
ein bleibendes Erlebnis für alle Gipfelstürmer.
Bei angeregten Gesprächen, erfüllt von vielen Eindrücken und
Bewegung in gesunder Bergluft, brachte uns der Bus wohlbehalten nach München
zurück.
Fazit dieses Tages: Erstmals war es gelungen, mit Mitgliedern
der afa Seminargruppe, afa Natur und Umwelt und dem evangelischen Männerverein,
einen gemeinsamen Tag mit Berggottesdienst, Bergwandern und anderen Begegnungen
durchzuführen. Das könnte vielleicht Lust auf mehr machen. Die Veranstalter
und Leiter/innen jedenfalls dürfen mit etwas Stolz auf einen allseits gelungenen
Tag zurückblicken.
Heinz
Sieber
afa
Natur und Umwelt
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