Nachruf
Wie man es auch bezeichnen
mag, Schicksal, Zufall oder von Gott gewollt? Es ist und bleibt etwas,
das zu begreifen für uns Menschen unmöglich ist. Die Entscheidung über
Tod oder Leben werden wir nie verstehen. Unzählige Fragen bleiben unbeantwortet,
unser Weinen und Hadern scheint ins Nichts gerichtet zu sein.
Die Frage Warum? ist ein Zeichen
dafür, das wir keine Gründe erkennen und keine Erklärung finden können.
Der Tod von Ekkehard Herrmann scheint für uns Lebende so unsinnig und
unbegreifbar, dass wir versucht sein könnten, ihn als absurd zu bezeichnen.
Er riss ihn mitten aus einem ausgefüllten, vollen und segensreichen Leben.
Der Tod löste ihn binnen weniger Minuten aus unserer Gemeinschaft, ohne
ihm einen Rückweg zu lassen. Er nahm ihn unwiderruflich von uns und stellt
uns alle vor die schwere Aufgabe, in Zukunft ohne ihn zurechtzukommen!
Das ist gut so! Denn wir werden alle Kraft brauchen, um einen Teil jener
Arbeit mit zu übernehmen, die er nicht beenden durfte. Ekkehard Herrmann
war viele Jahre für den Bundesverband Evangelischer Arbeitnehmer als Bundesverbandspräses
tätig. Sein Wissen und sein Können und seine menschliche Reife haben ihm
zu hoher Achtung und Anerkennung verholfen. Was immer er sich vornahm,
es wurde nach bestem Wissen und stets zum Wohle Aller ausgeführt.
Er stellte an sich selbst die
höchsten Anforderungen. Solidarität und Gerechtigkeit hatten bei ihm höchste
Priorität. Er hatte das uneingeschränkte Vertrauen all derer, mit denen
er über viele Jahre zusammengewirkt hat. Zuverlässigkeit, Aufrichtigkeit,
Ehrlichkeit, er besaß diese Eigenschaften, bei vielen Menschen heute nicht
mehr zu finden.
Es ist uns heute ein Bedürfnis
ihm Dank zu sagen, dass er über so viele Jahre ein so guter "Wegbegleiter" und Freund war, stets ein offenes Ohr, stets ein offenes Herz.
Danke dafür, dass er sein Leben
in den Dienst einer Sache gestellt hatte, an deren Verwirklichung wir
Tag für Tag weiter arbeiten werden.
Wir alle verlieren in Ekkehard
Herrmann einen wertvollen Menschen. Der Bundesverband Evangelischer Arbeitnehmerorganisationen
mit seinen vielen tausend Mitgliedern verliert in ihm seinen besten Kollegen
und Freund.
Wir werden ihn nicht vergessen!
Günter Freudenberg,
Bundesvorstand |
Nachruf
Ich denke mit liebevollem Respekt
und Dankbarkeit an den theologischen Berater des BVEA, der uns über lange
Jahre hin aufmunternd und mahnend begleitet hat. Es war für mich immer
schön zu wissen, dass ich auf ihn setzen konnte, mit seinem Rat rechnen
konnte und seine ethischen Kommentare regelmäßig lesen konnte. Dafür gilt
ihm mein ganz besonderer Dank.
Ich habe ihn als Mensch schätzen
gelernt, der mit tiefem Humor die Dinge des Lebens betrachten konnte.
Zugleich gilt mein Mitgefühl
seiner Familie, die über ihren persönlichen Verlust trauert.
Bruni Bald
Bundesvorsitzende des BVEA
Nachruf
Für mich war Ekkehard Herrmann
nicht nur unser seelsorgerischer Begleiter im Bundesverband, sondern ein
guter Freund, der Menschlichkeit und Wärme ausstrahlte.
Ein Mensch, dem ich vertrauen
konnte, der sich auch darüber freute, wenn seine Grußworte einmal kritisch
diskutiert wurden und als erstes sagte: "Endlich habt ihr mir einmal richtig
zugehört."
"Ich bin das Brot des Lebens." (Joh. 6, 18)
Unter diesem Thema stand sein
theologisches Wort für Juli 2002 mit dem er uns sagte, dass der Tod nicht
unser aller Ende ist.
Lieber Ekkehard wir sind dankbar,
dass du bei uns warst.
Werner Künkler
Landesvorsitzender EAB Nordrhein-Westfalen |