Der BVEA erinnert an die Kundgebung der Evangelischen Kirche in Deutschland
- EKD, die dem DGB-Motto zum 1.Mai ähnlich formuliert: Globale Wirtschaft
verantwortlich gestalten.
In Übereinstimmung mit der EKD - Kundgebung vertreten wir folgende Überlegungen:
- Wir stellen uns der Verantwortung internationaler Solidarität
Als Christen und als Gewerkschafter sehen wir uns verbunden mit den Menschen
auf allen Kontinenten, gerade auch in den "Ländern, die wegen ihrer Armut
und Instabilität heute wirtschaftlich und politisch als >uninteressant< gelten"
*) Wir müssen vermeiden, dass wir unsere eigenen berechtigten Interessen gegen
sie durchsetzen.
- Wir wollen, dass der Strukturwandel sozial gestaltet wird
"Globales Wirtschaften erfordert Strukturwandel. Dieser kann nur akzeptiert
werden, wenn die Verlierer nicht allein gelassen werden... Globales Wirtschaften
erfordert also nicht weniger, sondern mehr, wenn auch möglicherweise andere
Formen sozialer Sicherheit." *)
- Wir fordern den Beitrag der nationalen Wirtschaftspolitik ein
|
"Gerade im Prozess der Globalisierung kommt der nationalen Wirtschaftspolitik
eine besondere Verantwortung zu. Sie darf sich nicht hinter der Anonymität
internationaler Entwicklungen verstecken... Sie darf deshalb keine Reduzierung
eigener Standards mit dem Hinweis auf niedrigere Standards in anderen Ländern
zulassen.... Es ist Aufgabe nationaler Politik, internationale Regeln und
Standards durchzusetzen und Verstöße gegen sie zu ahnden. Wo dies nicht geschieht,
ist internationale Politik gefordert...."
- Wir wollen, dass internationale Institutionen gestärkt werden
"Die bestehenden internationalen Institutionen sind in ihrem Gewicht zu
stärken. Ebenso sind weitere internationale Konventionen abzuschließen und
umzusetzen, um verantwortbare weltweite Standards, auch im Bereich der Sozialpolitik,
zu erreichen. In diese sind Vertreter der Entwicklungs- und Schwellenländer
einzubeziehen, aber auch Gewerkschaften und Nicht-Regierungs-Organisationen
im Süden wie im Norden. Das Schicksal ganzer Volkswirtschaften darf nicht
der Willkür der Finanzmärkte ausgesetzt werden...." *)
Gemeinsam mit dem DGB und der EKD sehen wir bei der Globalisierung Chancen
und Risiken. Wir wollen, dass die Chancen wahrgenommen und die Risiken sozialverträglich
gestaltet werden.
*) Zitate aus der Kundgebung der EKD "Globale Wirtschaft verantwortlich
gestalten" (www.ekd.de)
|