Reisen hält frisch und aktiv. "Lasst uns doch
mal nach China fliegen, ich hätte große Lust dort den Platz des Himmlischen
Friedens mir anzusehen." Diesem kecken Hinweis folgte die Tat, eine Gruppe
aus Köln buchte und setzte sich in Bewegung.
Deutsche Touristen verließen im Jahre 2000
Haus und Hof um insgesamt 62,2 Millionen Urlaubsreisen anzutreten, im Schnitt
zwischen fünf und gut 12 Tagen. Über 50 Prozent der Urlauber buchten Pauschalreisen,
43 Prozent erreichten ihr Ziel mit dem Flugzeug.
Wohin fuhren die Deutschen? Ein rundes Drittel
bevorzugte die schönen Landschaften innerhalb der deutschen Grenze, allein
13,4 Millionen blickten in den blauen Himmel der Bayern. Die beliebtesten
Staaten waren Österreich, Italien und Spanien. Die Fernreisen zogen stark
an und steigerten sich auf 14 Prozent.
Zwei eigene Häuser hat die Evangelische Arbeitnehmer-Bewegung
zu ihrer Verfügung, Ein schmuckes Freizeitheim im südholländischen Renesse.
Direkt an der Nordsee, hinter dem hohen Deich, beginnt der Strand. Das große
Tagungs- und Urlaubshaus Hilchenbach liegt in der Nähe der Stadt Siegen, Das
Siegerland ist durch die Autobahnen gut erreichbar, seine weiten Wanderwege
sind anerkannt.
Die über 80 EAB-Vereine nutzen beide Häuser,
die schön gelegen und gepflegt sind, eine gute Küche ist vorhanden. Sicher
wäre es möglich - im Zeitalter der Vernetzung - auch andere kirchliche Gruppen
für diese Häuser zu interessieren.
Alle drei befragten Gruppen unterscheiden zwischen
Studien- und Urlaubsreisen. Angeboten werden Rüstzeiten, Seminare, Exkursionen
und Urlaubsfahrten. Alle betonen den geistlichen Beitrag ihrer Arbeit durch
Tischgebete, Andachten und - wo möglich - die Teilnahme an Gottesdiensten.
Haben Geh- oder sonstige Behinderte eine Chance?
Das wurde von allen bejaht. Wobei natürlich zur Voraussetzung gehört, dass
diese sich das selbst zutrauen. In erster Linie werden die eigenen Mitglieder
zu den Reisen eingeladen, allerdings können Freunde und Verwandte mitgenommen
werden.
Der Tourismus gehört weltweit zu den Branchen,
die ein deutliches Wachstum aufweisen. Nach dem 11. September ist das alles
anders geworden. Vor allem den Flugreisenden saß die Angst im Nacken. Der
Verlust von Arbeitsplätzen war nicht zu vermeiden. Sommer und Herbst dieses
Jahres werden zeigen, welche Macht Terror und Angst noch haben.