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Die Bundesvorsitzende
Brunhild Bald skizzierte in ihrer Einführung die Situation des Systems und die
zukünftigen Probleme, wies auf Fehlentwicklungen hin und auf die Notwendigkeit
einer Reform. Den Evangelischen Arbeitnehmerorgansiationen geht es um die zukünftige
Finanzierbarkeit unter Wahrung des Solidarprinzips. Einigen Protagonisten in
der Diskussion gehe es um Macht und nicht um das Wohlergehen der Patienten.
Sie versprach, dass sich der BVEA und die ihm angeschlossenen Verbände mit all
ihrer Kraft für eine ausgewogene Reform einsetzen werden.
Karl
Nothof, Bundesvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Arbeitnehmerorganisationen
(ACA) verdeutlichte an Hand eines von der ökumenischen Organisation erarbeiteten
Thesenpapiers, die
Problematik und den Standort, den die christlichen Organisationen beziehen werden.
Prof. Dr. Klusen, Vorsitzender der Techniker Krankenkasse, machte sich für mehr
Wirtschaftlichkeit in den Kassen stark. Mit gemischten Gefühlen steht er einer
Vereinigungsdebatte gegenüber. Ein reines Erhalten der Strukturen ist seiner
Ansicht nach nicht möglich. 
Auf die Patienten wird ein hohes Maß
an Eigenverantwortung zukommen. Die Politiker seien die eigentlichen Verlierer
in dieser Debatte. Sie haben meist gute Vorschläge, werden aber von den starken
Lobbyisten, den Ärzten, den Apothekern und der Pharmaindustrie immer wieder
ausgebremst.
Natürliche Verbündete der Patienten
in dieser Situation seien die Kassen.
Jürgen Sendler, Referatsleiter Selbstverwaltung im DGB, warnte vor Eingriffen
in die Selbstverwaltungsstruktur. Sie sei der Garant für das Mitspracherecht
der Versicherten. Die Anwesenden verabschiedeten nach intensiver Diskussion
eine Entschliessung zum Thema.
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Herr Fenner begrüsste die Teilnehmer im Namen von Bischof Wolfgang Huber |
Zitate der
Eröffnungsrede der Bundesvorsitzenden:
- ... in den 50 er Jahren gab es einen
dauerhaften ökonomischen Aufschwung mit großen Wachstumsraten und Vollbeschäftigung
...
- ...die demographische Pyramide stand
noch nicht auf dem Kopf ...
- ... Ausbau und Modernisierung, völlig
neue Geräte und Ausstattung der Kliniken hat die Ansprüche verändert....
- ... Solidarität verbindet uns alle,
auch und vor allem im Generationenvertrag. ...
- ... die bisherigen Versuche unser
Krankenkassensystem auf neue Füsse zu stellen, sind teilweise kläglich gescheitert.
...
- ... es wird von Reform gesprochen,
wo Tagespolitik gemacht wird, Einzelinteressen verfolgt werden ...
- ... es geht um Macht, Macht der Pharma-Industrie,
Ärzte und Apothekerschaft, und der Krankenkassen ...
- ... die Reformen werden gewohnte
Regelungen und Verfahren ändern, dennoch müssen die Werte, Solidarität und
Gerechtigkeit das Maß sein ...
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