Archiv 2002-1 - Rundschau der Evangelischen Arbeitnehmer Ausgabe 1-2002
Zwei Jahre Vorstand BVEA
Positives Fazit |
| Finanzielle Situation |
Politische Arbeit wurde durch Umzug der Regierung
vereinfacht
- Auszüge aus dem Bericht des Vorstands des BVEA |
| Entwicklung der Landesverbände |
| Blick nach Europa |
Die vergangenen zwei Jahre
waren geprägt von der Zusammenführung der unterschiedlichen Interessen der Landesverbände
im BVEA. Die Organisationsstrukturen der Landesverbände, die Vorgehensweise
und Dynamik waren aufeinander abzustimmen und in den Bundesgremien zusammenzufassen.
Trotz Vorbehalten in den neu hinzu gekommenen Organisationen können wir ein
positives Fazit ziehen. Besonders der Wirtschafts- und Sozialpolitische Ausschuss
hat in seiner Arbeit erheblich von der Erweiterung profitiert. Somit konnte
auch der Bundesvorstand mit neuen Ideen an die Öffentlichkeit treten. |
| Politische Arbeit |
| Sozialwahlen |
| Innerkirchliche Organisationen |
| Zukunft
gestalten |
| Chance |

Cornelia Schmidt (vorm. Burkert) ,stv. Bundesvorsitzende Wolfgang Heinze, Schatzmeister
Werner Künkler, Vorstandsmitglied BVEA

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Kurz
nach der Wahl zum neuen Bundesvorsitzenden verstarb Werner Schlegel an einer
schweren Krankheit, so konnte er viele Dinge, die er sich vorgenommen hatte,
nicht einmal im Ansatz verwirklichen. Wir bedauern dies sehr. Fast gleichzeitig
verstarb unser langjähriges Vorstandsmitglied Gisela Schacherl aus Braunschweig.
Beide werden wir sehr vermissen.
Der
Vorstand entschloss sich in Absprache mit dem Beirat des Bundesverbandes auf
eine Nachwahl für den Vorstand zu verzichten und mit fünf Mitgliedern unter
Leitung der stellvertretenden Bundesvorsitzenden Cornelia Schmidt (ehemals Burkert)
die Arbeit fortzuführen. Mit hohem persönlichen Einsatz konnte die Mehrarbeit
für die einzelnen Vorstandsmitglieder bewältigt werden.
Teilnehmer des Wirtschafts-
und Sozialpolitischen Ausschusses |
Finanzielle Situation |
Kürzungen relativ gut gemeistert
Die finanzielle Situation
des BVEA hat sich in den letzten Jahren entsprechend der allgemeinen Entwicklung
verschlechtert. Die jahrelange Kürzung der Zuschüsse der EKD hat sich natürlich
auch bei uns negativ ausgewirkt. Froh sind wir deshalb, dass sich diese Entwicklung
verlangsamt hat. Allerdings sind die Aussichten durch die geplante Steuerreform
und durch das weitere Nachlassen der Finanzkraft der Landeskirchen weiterhin
nicht rosig. Wir möchten dennoch feststellen, dass sich unser Verband fast ausschließlich
auf die Arbeit von Ehrenamtlichen stützt und dass ohne die Übernahme von fixen
Kosten durch den Verband eine solche Arbeit kaum möglich wäre. mehr... |
Entwicklung derLandesverbände |
|
Die organisatorischen Veränderungen
innerhalb des KDA und die unterschiedliche Finanzierung der Landesverbände durch
die Landeskirchen hatten als Ergebnis eine Strukturveränderung. So konnten kleinere
evangelische Arbeitnehmerorganisationen im norddeutschen Raum, wie z.B. Göttingen
und Wolfsburg in den BVEA integriert werden. mehr... |
| Blick nach Europa |
Die Durchführung des europäischen evangelischen
Arbeitnehmertreffens in Berlin hat eine Reihe von Folgeveranstaltungen nach
sich gezogen. Besonders zufrieden sind wir, dass die französischen
Arbeitnehmerorganisationen ähnliche Treffen durchführten. Im Jahr 2004 plant
der BVEA ein erneutes europäisches Treffen in Berlin. Schon bereits zum Arbeitnehmertag
in zwei Monaten in Berlin werden Delegationen der EOP (Frankreich) und Kolleginnen
und Kollegen aus Estland und Lettland zu Gast sein. mehr... |
| Politische Arbeit |
Novellierung der Krankenkassenreform
mit fachlich fundierten Vorschlägen voranbringen
|
Die Geschäftsstelle und der Bundesvorstand konnten neben den bisherigen guten
Kontakten zur CDA /CDU und zur AfA/SPD auch Gespräche mit weiteren im Parlament
vertretenen Parteien führen. Die räumliche Nähe zur Bundesregierung und zum
Parlament vereinfacht die Teilnahme an Veranstaltungen, die vor Verabschiedung
von Gesetzen in der parlamentarischen Gesellschaft durchgeführt werden. So konnten
die Vertreter des BVEA gleich mehrfach bei unterschiedlichen Informationsveranstaltungen
in der parlamentarischen Gesellschaft anwesend sein und unsere Vorstellungen
gleichberechtigt mit anderen Lobby-Verbänden einfließen lassen. mehr... |
| Sozialwahlen |
Der BVEA ist der evangelische Vertreter in der Arbeitsgemeinschaft
Christlicher Arbeitnehmerorganisationen (ACA). In diesem gemeinsamen Bündnis
mit dem Kolpingwerk und der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB), treten
unsere Kolleginnen und Kollegen zur Wahl der Selbstverwaltungsorgane der Sozialversicherungsträger
an. mehr... |
| Innerkirchliche Organisationen |
Der BVEA ist Mitglied in der Konferenz
Kirchlicher Werke und Verbände (KKWV) und setzt sich für ein gemeinsames Auftreten
aller evangelischen Sozialverbände und Interessenvereinigungen gegenüber unserer
Kirche ein. Wir haben durch unser ständiges Mitwirken unterstrichen, dass neben
den großen evangelischen Sozialverbänden wie der Diakonie und den großen Frauenverbänden,
auch die kleineren sehr effektiv arbeiten können. Die KKWV bietet eine Plattform
um den Austausch untereinander zu verbessern und gleichzeitig die Koordination
eines gemeinsamen Vorgehens mit dem Beauftragten der EKD für Bundesregierung
und EU, Prälat Reimers aus Hamburg, punktgenau zu gestalten. mehr... |
| Zukunft gestalten |
Die evangelischen
Arbeitnehmerschaften, die aus der Traditionslinie
der evangelischen Arbeitervereine kommen, präsentieren sich ausgesprochen stabil.
Selbst erhebliche Veränderungen unserer Gesellschaft bieten den Ideen einer
evangelischen Arbeitnehmervertretung genügend Raum, den wir nutzen sollten.
Es wird zukünftig um die Intensivierung der Zusammenarbeit mit jungen Menschen
in der Industrie gehen, es wird um die Ansprache der Kolleginnen und Kollegen
in den neuen Branchen gehen und es geht um die Ansprache junger Familien, um
allen gemeinsam zu verdeutlichen, dass Christsein und Gewerkschaftsarbeit Dinge
sind, die sich nicht widersprechen, sondern ergänzen. mehr... |
| Chance |
| Chance, in einer Welt der sich
ständig verändernden ethischen Werte, eine Konstante bieten zu können |
Der vom BVEA eingerichtete Wirtschafts- und Sozialpolitische
Ausschuss (WiSo) wird nach anfänglichen Startschwierigkeiten mittlerweile von
allen Landesverbänden genutzt, um gemeinsam zu politisch brisanten Themen Vorlagen
zu erarbeiten, die dann in schnellem Rhythmus vom Vorstand genehmigt und als
Pressemeldung veröffentlicht werden. In diesem Zusammenhang sei auf die RUNDSCHAU
der evangelischen Arbeitnehmer hingewiesen, die sich in den letzten Jahren zu
einem Diskussionsforum entwickelt hat und einen sympathischen Einblick in die
Arbeit unserer Landesverbände gibt. mehr... |
Der Umzug der Bundesregierung nach Berlin
eröffnete unserem Vorstand neue politische Wirkungsmöglichkeiten.
Die Arbeit des Wirtschafts- und Sozialpolitischen Ausschusses hat sich für
die strategische Positionierung unseres Verbandes sehr positiv ausgewirkt.
Der Beirat, in dem alle Landesverbände mit einem Vertreter präsent sind, hat
sich als unterstützendes Gremium für den Vorstand weiterentwickelt.
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Finanzielle Situation
Die finanzielle Situation des BVEA hat sich in den letzten
Jahren entsprechend der allgemeinen Entwicklung verschlechtert. Die jahrelange
Kürzung der Zuschüsse der EKD hat sich natürlich auch bei uns negativ ausgewirkt.
Froh sind wir deshalb, dass sich diese Entwicklung verlangsamt hat. Allerdings
sind die Aussichten durch die geplante Steuerreform und durch das weitere
Nachlassen der Finanzkraft der Landeskirchen weiterhin nicht rosig. Wir möchten
dennoch feststellen, dass sich unser Verband fast ausschließlich auf die Arbeit
von Ehrenamtlichen stützt und dass ohne die Übernahme von fixen Kosten durch
den Verband eine solche Arbeit kaum möglich wäre.
Der Bundesverband als Zuschussempfänger
der Bundeszentrale für politische Bildung hat die ihm bisher zur Verfügung
gestellten Mittel ausgenutzt. Weiter- und Fortbildung ist eine der wichtigsten
Aufgaben, die sich unsere Kolleginnen und Kollegen auf ihre Fahnen geschrieben
haben. Leider wurde das Kontingent, erzwungen von der Sparpolitik der Bundesregierung,
in großen Schritten gekürzt. Gleichzeitig bemüht sich die neue Bundesregierung
Struktur und Organisation der BpB zu überarbeiten, was leider auf Kosten der
"kleineren Verbände" geht. So hat sich der Vorstand dazu entschlossen, eine
Anregung der Verantwortlichen aufzunehmen und sich mit weiteren kleineren
evangelischen Zuschussempfängern zusammenzutun, zum "Arbeitskreis der evangelischen
Zuschussempfänger". Dieser Arbeitskreis wird mit einer Stimme am runden Tisch
der Bundeszentrale teilnehmen und dort unsere Interessen wahrnehmen. Der Vorstand
hat die Gründung dieses Arbeitskreises gezielt gefördert.
Trotz der finanziellen Knappheit ist es
dem BVEA gelungen auch besondere Aktionen und Repräsentationen wahrzunehmen.
So sind Auftritte während des Kirchentages oder Synoden oder auf anderen Marktplätzen
der Verbände immer auch eine Belastung, die aber auch zukünftig gemeistert
werden wird.
Entwicklung der Landesverbände
Die organisatorischen Veränderungen innerhalb des KDA und
die unterschiedliche Finanzierung der Landesverbände durch die Landeskirchen
hatten als Ergebnis eine Strukturveränderung. So konnten kleinere evangelische
Arbeitnehmerorganisationen im norddeutschen Raum, wie z.B. Göttingen und Wolfsburg
in den BVEA integriert werden. Die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für soziale
Fragen in Bayern und Thüringen (EAG) wurde als neuer Landesverband in den
BVEA aufgenommen.
Die vom BVEA mitfinanzierte Geschäftsstelle
der afa Thüringen ist mittlerweile arbeitsfähig, der Verband ist aktiv. Der
afa Bayern ist nach intensiven Gesprächen und Verhandlungen ein Kooperationsvertrag
mit dem Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt gelungen, der einerseits einer
intensive Zusammenarbeit in Bayern Vorschub leistet, aber gleichzeitig die
Selbstständigkeit der afa nicht antastet.
In Nordrhein-Westfalen wurde die Geschäftsstelle
der EAB mit jungen Kollegen neu besetzt, der Landesverband wird in diesem
und im nächsten Jahr die Tagungsstätte in Hilchenbach komplett modernisieren
und wird damit eine zukunftsfähige Tagungsstätte betreiben.
Positiv dürfen wir feststellen, dass in
einigen Verbänden die Geschäftsstellen sowie die Vorstände erheblich verjüngt
werden konnten, dies gibt uns zu Hoffnungen Anlass die evangelische Arbeitnehmerarbeit
auch in diesem neuen Jahrhundert aktiv und nachhaltig weiterführen zu können.
Blick nach Europa
Die Durchführung des europäischen evangelischen Arbeitnehmertreffens
in Berlin hat eine Reihe von Folgeveranstaltungen nach sich gezogen. Besonders zufrieden sind wir, dass die französischen Arbeitnehmerorganisationen
ähnliche Treffen durchführten. Im Jahr 2004 plant der BVEA ein erneutes europäisches
Treffen in Berlin. Schon bereits zum Arbeitnehmertag in zwei Monaten in Berlin
werden Delegationen der EOP (Frankreich) und Kolleginnen und Kollegen aus
Estland und Lettland zu Gast sein.
Der Arbeitnehmertag für ehrenamtliche
evangelische Arbeitnehmerorganisationen konnte als Traditionslinie der süddeutschen
Verbände fortgeführt werden. Alle zwei Jahre treffen sich Delegationen der
Organisationen. Im Jahr 2000 war Hilchenbach in Nordrhein-Westfalen der Gastgeber.
In diesem Jahr findet der Arbeitnehmertag in Berlin statt. Neben konkreten
politischen Forderungen geht es immer auch um die Unterstreichung unserer
sozialen Verantwortung und fordert von den politisch relevanten Gruppen eine
Betonung christlich-sozialethischer Werte.
Politische Arbeit
Durch den Umzug der Bundesregierung nach
Berlin und der Neupositionierung aller Verbände und Organisationen konnten
Gesprächsangebote aus den unterschiedlichen Richtungen registriert werden.
Die Geschäftsstelle und der Bundesvorstand konnten neben den bisherigen guten
Kontakten zur CDA /CDU und zur AfA/SPD auch Gespräche mit weiteren im Parlament
vertretenen Parteien führen. Die räumliche Nähe zur Bundesregierung und zum
Parlament vereinfacht die Teilnahme an Veranstaltungen, die vor Verabschiedung
von Gesetzen in der parlamentarischen Gesellschaft durchgeführt werden. So
konnten die Vertreter des BVEA gleich mehrfach bei unterschiedlichen Informationsveranstaltungen
in der parlamentarischen Gesellschaft anwesend sein und unsere Vorstellungen
gleichberechtigt mit anderen Lobby-Verbänden einfließen lassen. Die Hauptproblematik
in unserem Land ist die hohe Arbeitslosigkeit und diese kann nur mit gemeinsamen
Überlegungen, auch mit unkonventionellen Maßnahmen, gelöst werden.
Novellierung der Krankenkassenreform
mit fachlich fundierten Vorschlägen voranbringen
Die Mitglieder unseres Vorstands und die
Delegierten unseres Verbandes zu den Organisationen und Parteien in Deutschland
haben ihre Aufgabe rege wahrgenommen. Auf fast allen Parteitagen der großen
Parteien waren jeweils Vertreter des BVEA anwesend. Wir hoffen, dass auch
in Zukunft dieser enge Kontakt bestehen bleibt und Früchte trägt.
Zu den Arbeitgeberorganisationen Arbeitskreis
Evangelischer Unternehmer (AEU) und der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände
(BDA) wurden die Kontakte intensiviert. Der Gedankenaustausch ist unverzichtbar
um die Dialogfähigkeit in unserem Land zu erhalten.
Sozialwahlen
Der BVEA ist der evangelische Vertreter
in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Arbeitnehmerorganisationen (ACA).
In diesem gemeinsamen Bündnis mit dem Kolpingwerk und der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung
(KAB), treten unsere Kolleginnen und Kollegen zur Wahl der Selbstverwaltungsorgane
der Sozialversicherungsträger an. Die nächste Sozialwahl findet 2005 statt.
Wir hoffen auch in diesem Jahr ein ähnlich gutes Ergebnis wie bei den Sozialwahlen
1999 zu erreichen und wieder mindestens fünf bis sieben Prozent der Stimmen
zu bekommen. In Listenverbindung mit dem DGB (bei einigen Kassen) sind die
Ergebnisse erheblich besser.
Derzeit ist die Bundes-ACA mit neuem Vorstand
damit beschäftigt die Wahlplattform der ACA zu überarbeiten und vor allem,
sich in die Diskussion über die Novellierung der Krankenkassenreform mit fachlich
fundierten Vorschlägen einzubringen. Aus diesem Grund wurde eine Arbeitsgemeinschaft
"Krankenkassenreform" gegründet, in der sich Fachleute aller beteiligten Verbände
intensiv Gedanken um die Zukunftsfähigkeit unseres Krankenkassensystems machen.
Innerkirchliche Organisationen
Der BVEA ist Mitglied in der Konferenz Kirchlicher
Werke und Verbände (KKWV) und setzt sich für ein gemeinsames Auftreten aller
evangelischen Sozialverbände und Interessenvereinigungen gegenüber unserer
Kirche ein. Wir haben durch unser ständiges Mitwirken unterstrichen, dass
neben den großen evangelischen Sozialverbänden wie der Diakonie und den großen
Frauenverbänden, auch die kleineren sehr effektiv arbeiten können. Die KKWV
bietet eine Plattform um den Austausch untereinander zu verbessern und gleichzeitig
die Koordination eines gemeinsamen Vorgehens mit dem Beauftragten der EKD
für Bundesregierung und EU, Prälat Reimers aus Hamburg, punktgenau zu gestalten.
Im Januar 2001 verstarb Oberkirchenrat Tilman Winkler, ein
langjähriger Vertreter unserer Interessen im Kirchenamt und Weggefährte. Nachdem
Dr. Jablonowski vom SWI in Bochum kurzzeitig eingesprungen
war, ist nun der Kollege Dr. Jens Kreuter in Hannover als Kontaktperson fest
eingeführt. Die bisherigen Kontakte gestalten sich positiv.
In den einzelnen Landessynoden sitzen Vertreter
der evangelischen Arbeitnehmerschaft. Auch in der Bundessynode sitzen vereinzelt
Interessenvertreter des BVEA. Leider müssen wir feststellen, dass in den "Kirchenparlamenten"
relativ wenig Arbeitnehmervertreter sitzen. Das in der Vergangenheit zum Ausdruck
gekommene Unverständnis für evangelische Arbeitnehmerarbeit muss ausgeräumt
werden.
Wir stellen uns solidarisch an die Seite des KDA, wenn es
um die Verringerung des Engagements unserer Kirche in der Industrie- und Sozialarbeit
geht. Wir halten es politisch nicht für richtig, wenn
sich unsere Kirche aus dem Arbeitsfeld "Kirche und Wirtschaft" verabschiedet.
Die Auseinandersetzung der letzten Bundessynode
mit dem Thema "Globalisierung verantwortlich gestalten" ist ein Schritt in
die richtige Richtung, machte allerdings auch deutlich, dass viele Synodalen
mit solchen Themen überfordert sind. Die Veränderungen in den letzten zehn
Jahre in unserem Wirtschaftssystem, einschl. der rasanten Entwicklung auf
den Finanzmärkten machen einen Geleitschutz für unsere Kolleginnen und Kollegen,
für die Bürger unseres Landes und Europa, unumgänglich. Hier sehen wir die
Chance, in einer Welt der sich ständig verändernden ethischen Werte, eine
Konstante bieten zu können.
Zukunft gestalten
Die evangelischen Arbeitnehmerschaften,
die aus der Traditionslinie der evangelischen Arbeitervereine kommen, präsentieren
sich ausgesprochen stabil. Selbst erhebliche Veränderungen unserer Gesellschaft
bieten den Ideen einer evangelischen Arbeitnehmervertretung genügend Raum,
den wir nutzen sollten. Es wird zukünftig um die Intensivierung der Zusammenarbeit
mit jungen Menschen in der Industrie gehen, es wird um die Ansprache der Kolleginnen
und Kollegen in den neuen Branchen gehen und es geht um die Ansprache junger
Familien, um allen gemeinsam zu verdeutlichen, dass Christ sein und Gewerkschaftsarbeit
Dinge sind, die sich nicht widersprechen, sondern ergänzen.
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Chance, in einer Welt der sich ständig verändernden
ethischen Werte, eine Konstante bieten zu können |
Der vom BVEA eingerichtete Wirtschafts- und Sozialpolitische
Ausschuss (WiSo) wird nach anfänglichen Startschwierigkeiten mittlerweile
von allen Landesverbänden genutzt, um gemeinsam zu politisch brisanten Themen
Vorlagen zu erarbeiten, die dann in schnellem Rhythmus vom Vorstand genehmigt
und als Pressemeldung veröffentlicht werden. In diesem Zusammenhang sei auf
die RUNDSCHAU der evangelischen Arbeitnehmer hingewiesen, die sich in den
letzten Jahren zu einem Diskussionsforum entwickelt hat und einen sympathischen
Einblick in die Arbeit unserer Landesverbände gibt. Bezüglich der neuen Medien
haben der BVEA und einige Landesverbände sehr interessante Internetseiten
konzipiert, die rege besucht werden. Anfragen bezüglich der evangelischen
Arbeitnehmerarbeit kommen hauptsächlich aus dem Bereich der Universitäten
und Fachhochschulen, aber auch eine große Anzahl von interessierten Verbänden
und Privatpersonen besuchen die Internetseiten. Die Internetseiten werden
ständig aktualisiert, somit dürfen wir allen Interessierten empfehlen, die
Seiten www.www.bvea.de regelmäßig zu
besuchen.
Der
Vorstand und die Bundesgeschäftsstelle blicken trotz der schwierigen Situation
auf erfolgreiche Jahre zurück. Wir danken Allen, die sich mit viel Mut und
Elan für die Idee der evangelischen Arbeitnehmerarbeit eingesetzt haben und
hoffen, gemeinsam mit der Kraft unseres Glaubens dieses positive Ergebnis
in die Zukunft fortschreiben zu können.
Berlin,
im Februar 2002
Matthias Gehlhar
Bundesgeschäftsführer
Bild: Matthias Gehlhar,
Geschäftsführer
Ekkehard Herrmann, Präses des BVEA
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