Mit fester energischer Stimme
spricht er über die schwierigen Verhältnisse in der JVA und über die schwere
Aufgabe in seiner "Gemeinde". Denn seine Schafe sind Mörder, Diebe und vielfältig
andere Straftäter aus 65 Nationen mit einem Ausländer-Anteil von 46 %. Erschwerend
für die Gefangenen und auch seine Aufgabe ist die Überbelegung des Hauses
und die immer knapperen Finanzmittel, die zur Verfügung stehen. Aber nicht
klagend, sonder nur feststellend sind seine Ausführungen, wenn er über die
hohe Rückfallrate von fast 60 % berichtet und wenn er die fehlende Arbeit
für Angelernte in der JVA bedauert.
Und dann ist da noch sein
ausgefüllter 18-Stunden-Tag ( 5.30 Uhr bis 23.00 oder 24.00 Uhr), der neben
der Seelsorge noch viele Verpflichtungen bei der Bundeswehr, der Feuerwehr,
in Krankenhäusern uvam. beinhaltet.
Dann wieder ganz der Gottesmann,
wenn er das Motto über der Kirchentür interpretiert "Wen Jesus frei macht,
der ist wirklich frei!". Und gemeint ist da die innere Freiheit, die einigen
Straftätern vielleicht den Strafvollzug ertragen hilft. Denn der Kern der
Strafe, das ist der Freiheitsentzug. Das so sagt er, könne er nach fast 30
Dienstjahren in der JVA Tegel wohl am Besten beurteilen.
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"Osttrotz", "Ostalgie" oder "Mauer in den Köpfen"