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Impressionen und Wahrnehmungen eines Landrates - Frieder Jelen (CDU) zu Gast in Malchin.
Thema "Wohin entwickelt sich der Arbeitsmarkt?" Eingeladen dazu hatte die EAB Mecklenburg-Vorpommern.
Er habe immer irgendwo Spitze sein wollen, nur eben nicht bei der Arbeitslosigkeit, begann Jelen seine Betrachtung über einen Landkreis, der mit etwa 12 500 Arbeitslosen die höchste Erwerbslosenquote in der gesamten Bundesrepublik hat. "Die allermeisten dieser Arbeitslosen haben sich nicht daran gewöhnt, Geld vom Arbeitsamt zu bekommen", streifte Jelen die Diskussion um die angebliche Faulheit von Erwerbslosen. Im Landkreis Demmin sieht Jelen noch etliche Wachstumsmöglichkeiten, die sich positiv auf die Beschäftigung auswirken könnten.
Dazu zählt er zum Beispiel die Umwelttechnologie und erwähnte in diesem Zusammenhang das entstehende Biodiesel-Werk. Reserven machte Jelen bei der Vermarktung der Gewerbegebiete aus. Hier müsse aggressiver geworben werden. Bei der Verbesserung der Infrastruktur setzt Jelen vor allem auf stärkere Nutzung der Bundeswasserstraße. "Auf dem Wasserweg wird im Vergleich zur Straße nur etwa ein Fünftel der Energie verbraucht", machte Jelen deutlich. Im Wachsen sieht er ferner die Bereiche der sozialen Dienstleistungen und den Fremdenverkehr.
Nach diesem "Horizont der Möglichkeiten" müsse er aber "Wasser ins Feuer gießen", machte Jelen auf den Umbau des zweiten Arbeitsmarktes aufmerksam. So seien allein im vergangenen Jahr bereits 2500 ABM-Plätze verloren gegangen.
Ganz zufrieden waren die Zuhörer mit den Ausführungen des Landrats offenbar nicht. Die Politik müsse etwas unternehmen, damit die mittelständischen Unternehmen mehr Arbeitsplätze schaffen können, hieß es zum Beispiel. Und auch die Bundespolitik müsse stärker auf die Situation in unserer Region aufmerksam gemacht werden, forderte zum Beispiel Malchins Bürgermeister Jörg Lange in der Gesprächsrunde.
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