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Hauptversammlung afa Bayern, Verabschiedung Roland Steuerwald
v.L.stehend: Karl-Heinz Seidel, Vorsitzender afa Bayern
- Roland Steuerwald, Vorsitzender EAG - Fritz Schösser, MdB - Wolfgang
Plattmeier, Bürgermeister Hersbruck.
sitzend: Dekan Hartmut Brunner, Hersbruck - Oberkirchenrat Hofmann -
Dr. Dieter Haack
Brandbrief an die Politik
Stellungnahme zum geplanten Kindergartengesetz
Die afa und die EAG verfolgen seit Jahren das Ziel, die Vereinbarkeit von Erziehungsarbeit und Erwerbsarbeit nachhaltig zu verbessern. Ein Beitrag dazu ist zweifelsfrei, für alle Kinder einen Kindergartenplatz zu schaffen und die Öffnungszeiten der Kindergärten und Kinderhorte so zu gestalten, dass sie mit den Arbeitszeiten der Erziehungsberechtigten abgestimmt werden können.
Wir danken allen Trägern und Mitarbeiterinnen in Kindergärten und Kinderhorten, die sich der Mühe unterziehen, die Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit der Eltern und pädagogischer Arbeit in den Kindergärten zu verwirklichen.
Bei all diesen Überlegungen und Forderungen haben wir aber nie einen Zweifel daran gelassen, dass für uns DAS WOHL DES KINDES an erster Stelle stehen und stehen bleiben muss. Unsere Kinder dürfen nicht Opfer des Erwerbslebens, der Flexibilisierung in Arbeit und Freizeit oder der Vermarktung unserer Gesellschaft werden.
Das bedeutet für uns:
- Die Kindergartenzeiten müssen Kindern zumutbar sein.
- Die Kindergartenarbeit muss pädagogisch konzipiert und verantwortet werden!
- Wichtiges Ziel muss dabei sein, dass Kinder lernen, sich mit etwa Gleichaltrigen in einer Gruppe kontinuierlich auseinander zu setzen und dabei Sozialverhalten zu lernen.
Das bedeutet praktisch:
- Keine Ersetzung des Fachpersonals durch "kinderliebe" Laien!
DER KINDERGARTEN DARF NICHT ZUR KINDERBEWAHRANSTALT VERKOMMEN!An diesem Punkt dürfen wir den ehemaligen DDR - Standards nicht hinterher jagen!
Die Zeiten, in denen sich die Kinder im Kindergarten aufhalten, müssen dem Ziel dienen, Gruppen- und Sozialverhalten zu lernen.
DER KINDERGARTEN DARF NICHT ZUM abstellgleis VERKOMMEN!
Wir fordern daher die Landesregierung auf, bei der Neufassung eines Kindergartengesetzes diese Forderungen zu berücksichtigen.
ØKein stundenweises Mieten von Kindergartenbetreuung!
ØStatt dessen: Beitragsfreiheit in Kindergärten!
ØAusschließliche Beschäftigung von pädagogisch ausgebildetem Personal im Kindergarten !
ØDie Verbesserung des Stellenschlüssels für pädagogisches Fachpersonal zum Wohle der Kinder!
Darüber hinaus fordern wir:
ØDie staatlichen Zuschüsse müssen ausschließlich denjenigen Kindergärten zukommen, die diese Forderungen erfüllen!
ØDie staatlichen Zuschüsse müssen bevorzugt und überdurchschnittlich den Einrichtungen zukommen, die über 8 Stunden hinaus eine pädagogische Betreuung der Kinder anbieten!
ØDie staatlichen Zuschüsse müssen bevorzugt und überdurchschnittlich den Einrichtungen zukommen, die für Kinder unter acht Jahren, für Kinder mit Behinderungen und/oder für Kinder mit sprachlichen Schwierigkeiten geeignete Ausstattung und pädagogische Betreuung nachweisen.
Wir fordern daher die Landeskirche und alle kirchlichen und diakonischen Träger von Kindergärten auf: Auch in Zeiten des Sparzwangs, auch in Zeiten von Zuschusskürzungen, auch in Zeiten der Flexibilisierung der Kindergartenarbeit muss bei uns das Wohl des Kindes den uneingeschränkt ersten Stellenwert behalten!
Karlheinz Seidel, Vorsitzender der afa, Roland Steuerwald, Vorsitzender EAG, Klaus Wunderlich, kommiss. Geschäftsführer der afa
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